Sommerzeit ist Allergiezeit

Flickr Characteristicly Noah mazboot CC BY Bestimmte Rechte vorbehalten
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Wenn die Sonne unsere Gemüter erwärmt und die Tage länger werden lässt, hat die Gartenzeit begonnen. Vor allem die Kleinen lieben es, den ganzen Tag im Freien herumzutoben und die Natur zu entdecken. Das Blühen der Blumen ist schön, doch leider verursachen die Pollen bei vielen Kindern eine Überreaktion. Wie kann man als Eltern bei Kindern eine Allergie erkennen und was ist dann zu tun?

Was passiert im Körper?

Um eine Allergie zu erkennen, muss man zunächst wissen, was im Körper geschieht: Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem über – und zwar auf Stoffe, die für den Körper eigentlich nicht gefährlich sind. Ist der Körper gegenüber so einen Stoff überempfindlich geworden, so genügen kleinste Mengen, um eine Reaktion auszulösen. Bei dieser spielt Histamin eine große Rolle, der körpereigene Botenstoff setzt die Überreaktion in Gang.

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Wie äußert sich eine potenzielle Allergie?

Das Schwierige an Allergien ist, dass sie äußerst vielfältig auftreten können. Im Bereich der Augen, der Nase, der Ohren und des Mundes sollte man auf rote und juckende Stellen achten. Wacht das Kind mit verquollenen Augen auf, so kann auch das ein erster Hinweis auf eine Allergie sein. Die Nase leidet unter typischen Schnupfenbeschwerden wie einer juckenden, laufenden oder verstopften Nase. Aber auch wenn das Kind unter einem Juckreiz im Gaumen oder Rachen klagt, kann eine Allergie hierfür verantwortlich gemacht werden.

Treten Beschwerden im Bereich der Haut auf, so sind diese meist eindeutig sichtbar. Juckender, trockener oder nässender Hautausschlag sind erste Alarmzeichen, ebenso juckende Rötungen oder Quaddeln.

Eine Allergie kann sich allerdings auch im Bereich Magen und Darm abspielen. Eltern sollten daher auf Durchfall und Bauchkrämpfe achten. Auch eine konstante Gewichtsabnahme kann ein Hinweis auf eine Nahrungsmittelallergie sein.

Was ist zu tun?

Der erste Schritt ist das Aufsuchen eines Arztes, am besten ein Allgemeinmediziner, der auch Erfahrungen im Behandeln von Allergien hat. Mittels eines Allergie-Tests wird die Überempfindlichkeit eindeutig diagnostiziert. Früher wartete man ab, ob sich die Allergie von selbst wieder legen würde. Heute begegnet man ihr mit verschiedenen Therapien. Um die Symptome in den Griff zu bekommen, gibt es Antihistaminika, die in der Beschwerdezeit täglich eingenommen werden müssen. Eine Hyposensibilisierung ist eine dauerhafte Therapie und unbedingt notwendig, um eine Verschlimmerung zu verhindern.

Bei einer Hyposensibilisierung wird das Hauptallergen bekämpft, indem es in regelmäßigen Abständen unter die Haut injiziert wird. Allerdings ist die Therapie langwierig, denn sie dauert mindestens drei Jahre an. Die Gefahr, die regelmäßigen Anwendungen zu vernachlässigen oder die Therapie abzubrechen, ist hoch. Wird sie jedoch korrekt durchgeführt, so bildet der Körper im Idealfall eine Toleranz gegen das Hauptallergen aus. Die allergischen Beschwerden werden schwächer oder verschwinden sogar ganz.

Allergien gehören zu den neuen Volkskrankheiten. Eines von drei Kindern leidet unter einer Überempfindlichkeitsreaktion. Die ganze Aufmerksamkeit von Eltern ist hier gefragt, denn das frühzeitige Erkennen und Behandeln ist besonders wichtig für den Therapieerfolg.

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