Schadstofffreie Babykleidung und Accessoires kaufen

Wie gut sind Babykleidung und Accessoires für den Nachwuchs im hohen Preissegment? Angesichts zahlreicher Negativstudien haben sicher auch Sie Angst, ein belastetes Shirt oder einen Body zu kaufen, der mit gefährlichen Weichmachern, wie den Phthalaten, Nonylphenolethoxylaten oder polyfluorierten Verbindungen versehen ist. Kein Wunder, denn all diese Stoffe gelten als krebserregend, wirken sich auf die hormonelle Situation aus und können langfristig zu Schilddrüsenerkrankungen und mehr führen.

Greenpeace-Wissenschaftler haben aber nun genau diese Stoffe in Kinderkleidung entdeckt. Teilweise wurden Grenzwerte deutlich überschritten, sogar die von den Unternehmen selbst gesetzten Grenzwerte. Hätte man diese Stoffe in Kinderspielzeug gefunden, so hätte dies hierzulande schon längst zu einem Verbot geführt – bei Kinderkleidung sieht das anders aus. Dafür sieht man nämlich keine Grenzwerte vor, obwohl Body, Pullover und Co. direkt mit der Haut in Kontakt kommen. Hierbei spielt es übrigens keine Rolle, ob die Kinderkleidung nun vom Discounter stammt und nur wenige Euro kostet oder vom bekannten Marken- oder gar Luxushersteller. So hat eine Studie des WWF herausgefunden, dass teure Kinderbadeanzüge von Burberry genauso stark belastet waren wie günstige Modelle aus dem Primark. Im Test galt der Badeanzug von Adidas sogar als am stärksten verunreinigt. Hohe Preise bei der Babykleidung schützen also keinesfalls vor schadhaften Inhaltsstoffen.

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Schadstofffreie Babykleidung – worauf sollte man beim Kauf achten?

Wollen Sie für Ihr Kind nur das Beste – wie es wohl stets der Fall ist – sollten Sie auf schadstofffreie Babykleidung setzen. Aber woran kann man diese erkennen? Angesichts der schlechten Ergebnisse der vermeintlich so hochwertigen Markenkleidung ist die Verwirrung groß. Daher haben wir nur eine Empfehlung: Achten Sie auf Siegel. Bekannte und bewährte Siegel in diesem Zusammenhang sind in erster Linie folgende:

  1. Textil-Siegel vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN)
  2. Textil-Siegel „Global Organic Textile Standard“ (GOTS)

Diese werden auch bei günstiger Babykleidung immer häufiger angebracht. Sie setzen unter anderem auf die Verwendung von Bio-Baumwolle, so dass Umwelt und Ressourcen bei deren Anbau geschützt werden. Nachhaltigkeit ist hier also das entscheidende Stichwort.

Babyschühchen aus natürlichen Materialien

Babyschuhe © Olha Ukhal – Fotolia
Babyschuhe © Olha Ukhal – Fotolia

Schadstoffe lauern aber nicht nur im Body oder T-Shirt, sondern auch in den Babyschühchen. Hier sollten Sie in erster Linie ebenfalls auf die genannten Siegel achten und natürliche Materialien ganz klar vorziehen. Babyschühchen sollten aber nicht nur aus nachhaltig angebauten Materialien bestehen, sondern auch bequem sein. Solche hautfreundlichen und schadstoffgeprüften Babyschühchen finden Sie zum Beispiel auf https://www.otto.de/schuhe/babyschuhe/. Dort werden auch Schühchen mit dem begehrten GOTS-Siegel angeboten. Namhafte Hersteller, die für ihre natürlich hergestellten Babyschühchen bekannt sind, wie etwa Naturino, Däumlinge oder Salamander, sind im Sortiment ebenfalls in großer Zahl vertreten.

Wichtig beim Kauf von Babyschühchen – insbesondere dann, wenn Ihr Nachwuchs damit das Laufen lernen soll – sind die folgenden Punkte:

  • rutschfeste Gummiprofilsohle
  • Hinterkappenschutz
  • stabile Rückfußdämmung

Die rutschfeste Gummiprofilsohle gewährt dem Baby mehr Halt, denn gerade die ersten Schritte sind noch etwas wackelig. Mit einem integrierten Hinterkappenschutz können Sie sicher sein, dass Sie einen stabilen Babyschuh erwerben. Zudem sorgt eine Rückfußdämmung außerdem für ein bequemes und angenehmes Laufgefühl.

Die Wahl der richtigen Baby-Accessoires – was gilt es sonst zu beachten?

baby-schnuller © Adam Przezak - Fotolia.com
baby-schnuller © Adam Przezak – Fotolia.com

Doch nicht nur bei Body und Babyschühchen sollten Sie auf nachhaltig hergestellte Produkte aus natürlichen Materialien achten. Das gilt ebenso für die klassischen Accessoires, wie die Schnuller, die Kuscheltücher oder das Lätzchen. Auf einen Schuller sollten Sie generell nicht verzichten, denn der Saugreflex ist angeboren und kann beruhigen. Achten Sie aber auch hier auf schadstofffreie Varianten. Das ist gar nicht so einfach, denn Latex-Schnuller beispielsweise können durch das Vulkanisieren krebserregende Nitrosamine enthalten. Zudem können die Kunststoff-Bestandteile Bisphenol A enthalten. Mittlerweile verzichten die meisten Hersteller aber auf diese Stoffe. Beim Lätzchen können Sie wiederum auch auf das GOTS-Siegel achten – ebenso wie bei den Kuscheltüchern.

Fazit: Nur Siegel können tatsächlich Auskunft geben

Im Endeffekt bedeutet dies, dass nur die genannten Siegel Aufschluss darüber geben können, welche Babyschühchen, Bodys, Schnuller, Lätzchen und Co. für Ihr Baby wirklich geeignet sind. Auf teure Markenkleidung, die zum Teil noch höher belastet ist, sollten Sie nicht unbedingt setzen. Einzig die Zertifizierung nach den international anerkannten Standards kann Ihnen wirklich Sicherheit geben.

Quellen:

http://www.wwf.de/

http://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/auch-teuer-schuetzt-vor-giften-nicht

https://www.otto.de/shoppages/initiative-zukunft/nachhaltige_baumwolle

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