Wichtige Tipps zur Erkältung bei Babys und Kleinkindern

Erkältung bei Babys
Erkältung bei Babys Foto: ©artem_goncharov - stock.adobe.com

Nicht nur erwachsene Menschen sind während der kalten Jahreszeit deutlich anfälliger für Infekte und Erkältungen. Sofern es in Ihrer Familie ein Baby oder Kleinkind gibt, sollten sie auf dessen Gesundheit jetzt ein besonderes Augenmerk legen. Besonders wichtig in diesem Kontext sind Kenntnisse über Hausmittel, konkrete Symptome und Ursachen für die Erkältung bei den kleinen Menschen.

Warum sind Babys so anfällig für Erkältungen?

Viele Babys und Kleinkinder kämpfen mit bis zu zehn Infekten in nur einem Kalenderjahr. Das liegt vor allem daran, dass das Immunsystem bei sehr jungen Menschen noch nicht ausgeprägt ist. Krankheitserregern gelingt es daher sehr schnell, in den Organismus vorzudringen. Gerade Tröpfcheninfektionen und Schmierinfektionen übertragen sich auf kleine Kinder rasch. Es sind noch nicht genug Abwehrstoffe vorhanden, welche die Erreger frühzeitig abtöten könnten. Mit der Einhaltung von einige Gesundheitstipps lassen sich einige Erkrankungen bei Baby und Kleinkinder vermeiden.

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Ursachen für eine Erkältung bei Babys

Meistens infizieren sich die Babys durch die Schmierinfektion oder über die Tröpfcheninfektion. In diesem Fall schleppen größere Geschwister, Eltern oder Besucher die Erreger in die Wohnung ein. Kommen sie in Kontakt mit den Kindern, überträgt sich die Erkältung sofort.

Die zweite Möglichkeit: Kinder haben einen starken Windzug abbekommen oder waren mit zu leichter Kleidung bei Kälte unterwegs. Hier erkälten sie sich ebenso schnell wie Erwachsene, die Wind, Regen und nasskaltem Wetter ausgesetzt sind.

Symptome einer Erkältung bei Babys und Kleinkindern

Die Symptome bei Kindern ähneln den Symptomen bei Erwachsenen stark. Viele Babys und Kleinkinder haben neben dem klassischen Husten und Schnupfen sowie Niesattacken und leiden unter einem allgemeinen Unwohlsein. Wenn man die Lymphknoten abtastet, sind diese leicht geschwollen. Die betroffenen Lymphknoten befinden sich im Bereich des Halses, des Nackens und hinter den Ohren sowie unter den Achseln. Manche Kleinkinder bekommen zusätzlich zu den genannten Symptomen auch Fieber

Weil kleine Kinder sich nicht anders ausdrücken können, werden sie bei einer Erkältung viel weinen und quengeln. Eltern müssen in dieser Situation besonders rücksichtsvoll und fürsorglich sein. Manchmal klappen das Essen und Trinken nicht gut, weil die Nase verstopft ist und der Husten zu stark.

Erkältung beim Baby: Was kann ich tun?

Wenn das Baby oder das Kleinkind erkältet ist, braucht es sehr viel Ruhe. Der Körper muss die Erreger bekämpfen und gleichzeitig die körpereigene Abwehr stärken. Das kostet Energie. Dies bedeutet, dass Kinder gerade in dieser Phase viel Schlaf, Wärme und ausreichend Nahrung brauchen. Je mehr das Kind trinkt, umso besser. Je nach Alter kommt hier ungesüßter, warmer Tee infrage, der im besten Fall Symptome lindert.

Wichtig: Bei Erkältungstees oder anderen Sorten sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das Getränk sich für Babys oder Kleinkinder eignet!

Ziehen Sie das Kind warm an, achten Sie jedoch darauf, dass es nicht schwitzt. Auf keinen Fall soll es in der Zugluft liegen. Je leiser die direkte Umgebung ist, desto besser kann das Kind schlafen. Empfangen Sie am besten keinen Besuch, bis die Symptome wieder verschwinden. Die Aufregung und vielen neuen Eindrücke könnten das Kind nur unnötig unter Stress setzen.

Hausmittel gegen Schnupfen und Husten

Gerade für kleine Kinder bieten sich die üblichen Medikamente aus der Apotheke nur bedingt an. Deshalb sind Hausmittel sehr gut geeignet, um den Kindern auf sanfte Weise zu helfen. Schaffen Sie sich einen praktischen Nasensauger an, wenn das Sekret nicht gut von alleine abläuft. Gerade Babys können die Nase nicht putzen und bekommen dadurch schwer Luft.

Warmes Wasser gemischt mit etwas Salz kann dabei helfen, die wunden Nasenschleimhäute dauerhaft feucht zu halten. Hierzu werden Nasenspray oder eine selbst angemischte Flüssigkeit in das Nasenloch geträufelt. Verwenden Sie eine Pipette und gehen Sie behutsam und langsam vor. Fängt das Kind an zu husten oder akzeptiert das Salzwasser nicht, setzen Sie die Behandlung sofort ab.

Bei einer Schnupfnase hat sich auch Engelwurzbalsam bewährt. Die Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass Babys schnell und sanft geholfen wird und die Kleinen bald wieder besser Luft bekommen. Gleichzeitig wird die empfindliche Nase durch Woll- und Bienenwachs gepflegt.

Kalte Luft hilft effektiv gegen Husten. Ziehen Sie das Kind daher ganz warm an und setzen Sie sich für einige Augenblicke mit dem Kind auf dem Schoß ans offene Fenster. Die frische, kühle Luft sorgt dafür, dass das Kind besser atmet und weniger hustet.

Ein mit frischen Zwiebeln befülltes Säckchen kann ebenfalls dafür sorgen, dass Sekret schneller abläuft und der Hustenreiz sich abschwächt. Schneiden Sie hierzu die Zwiebel in vier bis fünf Stücke und legen Sie diese in ein dünnes Tuch. Das Säckchen hängen Sie danach so über das Babybett, dass das Kind es nicht berühren kann.

Auch ein Topf mit kochend heißem Wasser kann dabei helfen, die Raumluft feucht zu halten. Wenn Babys mit Husten und Schnupfen zu kämpfen haben, strapaziert das die Schleimhäute im Bereich des Rachens und der Nase. Weil gerade im Winter trotzdem nicht auf die Heizung verzichtet werden kann, reizt die trockene Luft den Hals des Kindes zusätzlich. Um dem entgegenzuwirken, können sie entweder feuchte Tücher über die Heizung legen oder einen Topf mit heißem, dampfendem Wasser im Zimmer aufstellen. Beides sorgt für mehr Feuchtigkeit in der Luft.

Wann muss man mit einer Baby-Erkältung zum Arzt?

Einem Kleinkind wird im Ohr Fieber gemessen
Hat das Kind hohes Fieber, sollte die Erkältung mit einem Arzt abgeklärt werden Foto: © Anke Thomass – stock.adobe.com

Zum Arzt sollten Sie immer dann gehen, wenn das Baby unter starkem Fieber leidet. Achten Sie auch darauf, wie der Auswurf beim Husten oder Schnupfen aussieht. Riecht er faulig oder ist auffällig verfärbt, gehen Sie ebenfalls zeitnah zum Arzt.

Hat das Baby starke Probleme beim Atmen und Sie hören ein Rasseln oder Keuchen, suchen Sie den Kinderarzt auf. Das Gleiche gilt, wenn das Kind extrem schlapp ist und kaum noch auf äußere Reize reagiert. Die Verweigerung von Nahrung ist ebenfalls ein Alarmsignal.

Generell ist es normal, dass eine Erkältung nicht nach einem oder zwei Tagen weg ist. Dauern die Symptome allerdings länger als zehn Tage an, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der die Sache abklärt.

FAQ – häufige Fragen

Erkältung oder Grippe – Was ist der Unterschied?

Die Symptome bei einer Grippe ähneln denen bei einer Erkältung stark, sodass sie häufig verwechselt werden. Allerdings kann der Verlauf bei einer Grippe stärkere Symptome mit sich bringen. Auch hohes Fieber geht eher mit einer Grippe einher als mit einer normalen Erkältung.

Bei einer Grippe treten die Beschwerden plötzlich auf. Starke Schmerzen in den Gliedern kommen häufiger vor als bei einer Erkältung. Meistens dauert die Grippe wesentlich länger als eine Erkältung – sie kann typischerweise über die Dauer von zwei Wochen Symptome hervorrufen.

Wie sieht der Verlauf bei einer Erkältung aus?

Der Verlauf bei einer klassischen Erkältung läuft immer nach dem gleichen oder einem ähnlichen Schema ab. Die Symptome setzen schleichend ein und verschlechtern sich gerade am Anfang von Tag zu Tag. Die Temperatur erhöht sich oftmals auf maximal 38 Grad Celsius.

Der Schnupfen und eine verstopfte Nase treten schon recht früh auf, der Husten etwas später. Halsschmerzen und Kopfschmerzen sind ebenfalls häufig zu beobachten, während Schmerzen in den Gliedern eher selten sind. Nach sieben bis zehn Tagen klingt die Erkältung dann nach und nach ab. Vereinzelte Symptome können noch ein paar Tage erhalten bleiben. Mit einem starken Verlauf muss man bei der einfachen Erkältung in der Regel nicht rechnen, sofern sich Eltern an alle Tipps und Ratschläge vom Arzt halten.

Ist Antibiotika bei einer Erkältung sinnvoll?

Generell sollte man versuchen, die Erkältung ohne die Gabe von Antibiotika in den Griff zu bekommen. Handelt es sich allerdings um einen Infekt, welcher durch Bakterien hervorgerufen wurde und dieser bessert sich nicht von alleine, sind Antibiotika eine mögliche Lösung. In diesem Fall ist es wichtig, dass die Medikamente nur so lange eingenommen werden, wie vom behandelnden Arzt vorgesehen.

Gerade bei einer Entzündung des Mittelohrs sowie bei einer akuten Lungenentzündung oder bei Erkrankungen der Nebenhöhlen kann Antibiotika helfen. In diesem Fall hindern die Medikamente die Bakterien daran, dass diese sich zum einen vermehren und zum anderen weiter ausbreiten. Eine Gabe von Antibiotika ohne die Rücksprache mit dem Arzt ist trotzdem keinesfalls sinnvoll.

Bei der Gabe von Antibiotika ist es wichtig, dass Sie die Therapie auf jeden Fall bis zum Ende durchführen. Wird die Behandlung abgebrochen, kann die Infektion wiederkehren. Dann war die Gabe der Mittel umsonst.

Fazit

Behalten Sie Ihre Kinder immer genau im Auge, wenn sich einer Erkältung anbahnt. Achten Sie auf die Art und Intensität der Symptome – dann erkennen Sie, ob ein Arztbesuch notwendig ist oder Hausmittel wirksam helfen.

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