Scheidungskinder

Scheidungskinder © Helene Souza / PIXELIO
Scheidungskinder © Helene Souza / PIXELIO

In unserer heutigen Gesellschaft landen nahezu die Hälfte geschlossener Ehen vor dem Scheidungsgericht. Scheidungskinder, die solchen Ehen entstammen, sind also keine Seltenheit, sondern viel eher ein völlig normales Phänomen unserer derzeitigen gesellschaftlichen Situation.

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Kinder brauchen Unterstützung

Wenn sich Eheleute zu einem solchen Schritt entschlossen haben, ist es besonders wichtig, die Kinder, ganz egal in welchem Alter sie sind, sehr gut zu unterstützen. Auch wenn die Scheidungsfälle gesellschaftlich als „normal“ betrachtet werden, sind es die Kinder, die im Falle des Auseinanderbrechens ihrer gewohnten Familienstruktur zu leiden beginnen.

Dabei geht es darum, dass eine solche Neuorientierung, die für Erwachsene auch schwierig ist, für Kinder umso schwieriger ist. So wie Erwachsene verschiedene Lösungswege für eine solche Situation finden müssen, so sehr benötigen die Kinder ebenfalls Gespräche, Offenheit und Wärme, Vertrauen und Perspektiven.

Beratungsstellen nutzen

Wenn Eltern nicht in der Lage sind, ihre eigene Situation konstruktiv zu lösen, nicht mehr miteinander sprechen können oder sich dauernd streiten, sollten die Kinder einer solchen Scheidungsphase dringend durch Beratungstermine geschützt und aufgehoben werden. Dazu können einzelne Sitzungen ebenso dienen wie auch gemeinsame Sitzungen mit den Elternteilen. Ein Patentrezept gibt es nicht. Jede Familiensituation ist anders.

Verschiedene Städte bieten Beratungsstellen für diese Situation. Professionelle Hilfe ist in jedem Fall für die betroffenen Scheidungskinder von großem Vorteil.

Sicherheit und Liebe haben oberste Priorität

Jedes Kind wünscht sich Sicherheit und Liebe. Scheidungskinder brauchen die Erfüllung solcher Wünsche umso gezielter. Mutter und Vater sollten sich darüber im Klaren sein, dass während einer Scheidungsphase ihre Kinder umso mehr liebevolle Zuwendung brauchen. Dabei darf kein Druck entstehen, es dürfen die Kinder nicht als Druckmittel gegenüber dem einstigen Ehepartner benutzt werden und es müssen ganz konkrete Dinge geklärt werden wie Umzug, Sorgerecht, Besuchsrecht und dergleichen mehr.

Damit diese komplexen Dinge, die mit einer Scheidung anstehen, nicht unnötig beschwerend auf die Scheidungskinder wirken, ist professioneller Rat eine sinnvolle und konstruktive Lösung. Optimal ist die Zielsetzung der Erwachsenen dann, wenn eine für alle Beteiligten optimale Lösung angestrebt werden kann. Denn es ist kein Muss, dass Scheidungskinder unnötig viel leiden müssen.

Verstehen lernen

Kinder werden verunsichert, wenn sie nicht verstehen, warum sich Eltern scheiden lassen. Es ist wichtig, die Kinder in den verschiedenen Phasen einer Scheidungsverarbeitung sanft und klar mit einzubeziehen. Denn wenn Scheidungskinder verstehen können, warum sich ihre Eltern trennen wollen und dadurch wissen, dass es nicht an ihnen liegt, dann sind die Aussichten auf eine glückliche Zukunft dieser Scheidungskinder sehr gut.

Erfahrungswerte sammeln

Für Eltern gibt es auch wertvolle Tipps für die Phase der Trennung im Internet. Nicht immer dienen Erfahrungswerte aus der Bekanntschaft dazu, ein positives Bild für die Zukunft zu entwickeln. So wie es wichtig ist, dass Eltern ihren Kindern in einer solchen Zeit umso mehr an der Seite stehen und Sicherheit und Geborgenheit vermitteln, so wichtig ist es auch für die Eltern selbst, mehr über diese Lebensphase zu erfahren.

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