Vaterschaftstest

Vaterschaftstest
© CFalk / PIXELIO

Eigentlich sollte es so sein, dass in einer Beziehung man seinem Partner volles Vertrauen schenkt. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass es zu Unstimmigkeiten kommt, die von der Sache her auf Misstrauen aufgebaut sind. In der Regel trifft dies am häufigsten zu, wenn es um die Frage der Vaterschaft bei einem Kind geht. Dies soll dann meist durch einen Vaterschaftstest geklärt werden.

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Wie funktioniert ein Vaterschaftstest?

Heute wird für eine absolut verlässliche Aussage über die Vaterschaft meist die DNA-Analyse verwendet. Dazu benötigt man von dem Kind und von der als Vater in Frage kommenden Person eine entsprechende DNA-Probe – meist eine Speichelprobe. Mit dieser Speichelprobe wird mittels modernster Technik die DNA bestimmt. So verfährt man mit allen zur Verfügung stehenden Proben.

Dann werden die einzelnen Probenergebnisse miteinander verglichen. Dazu werden die einzelnen DNA-Profile aus den Proben erstellt und typische Erbmerkmale aufgezeichnet. Sollten sich beim Vergleich mehrere Übereinstimmungen ergeben, dann kann man von einem verwandtschaftlichen Verhältnis ausgehen. Eine 100%ige Übereinstimmung wird es dabei nie geben, da die DNA für jeden Menschen unterschiedlich ist. Es können lediglich in den Erbmerkmalen Übereinstimmungen zustande kommen.

Welche Voraussetzungen müssen für einen solchen Test vorliegen?

Rein theoretisch gesehen kann jede am Verfahren beteiligte Person diesen Test beantragen. Zur Durchführung sollte aber in jedem Fall auch das Einverständnis der Personen vorliegen, die für den Vaterschaftstest eine entsprechende Probe für die DNA-Bestimmung abgeben müssen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn das Testergebnis in einem gerichtlichen Verfahren als Beweis dienen soll.

Mit der entsprechenden Einverständniserklärung kann man die einzelnen DNA-Proben immer der entsprechenden Person zuordnen. Ferner kommt es gerade für ein Gerichtsverfahren darauf an, welches Verfahren angewandt wurde bzw. welcher Gutachter den Vaterschaftstest durchgeführt hat. Nicht jedes Labor wird vom Gericht als Gutachter anerkannt. Auskunft darüber erhält man ohne Probleme beim zuständigen Gericht.

Was kostet ein Vaterschaftstest und wer bezahlt das?

Bei einem Vaterschaftstest ist es wie bei vielen anderen Dingen auch. Wer die Musik bestellt, der ist auch für deren Bezahlung verantwortlich. Die Kosten fallen dabei sehr unterschiedlich aus. Es gibt sogenannte Schnellverfahren, die von einigen Labors für Preise um rund 100 € angeboten werden. Solche Tests sind durchaus ausreichend, wenn man für sich selbst nur eine Gewissheit haben möchte.

Bei einem Rechtsstreit, der vor Gericht ausgetragen wird, muss man schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Solche umfangreichen Tests mit Beweiskraft können schnell 1.000 € und mehr kosten. Daher sollte man sich vorher genau erkundigen, welcher Test für die eigenen Bedürfnisse in Frage kommt. So kann man seine Kosten überschaubar halten.

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