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Wehen

Wehen. Foto: SI-MedienGestaltung - I. Scharfschwerdt, TRIER / pixelio.de Wehen. Foto: SI-MedienGestaltung - I. Scharfschwerdt, TRIER / pixelio.de

Zum Ende einer Schwangerschaft sollten die werdenden Mamas sich mit dem Thema Wehen auseinandersetzten. Diese Endphase ist ein wichtiger Abschnitt auf dem man sich schon ein wenig vorbereiten sollte. Als erstes sollten Sie sich für eine Klinik entscheiden in der Sie gerne Entbinden möchten und sich dort im Vorfeld anmelden. Steht die Geburt bevor muss es eventuell schnell gehen und somit ersparen Sie sich die Formalitäten im Ernstfall. Die Wehen werden in jedem Fall ein fester Bestandteil der Geburt sein. Je besser Sie sich darauf vorbereiten, desto besser können Sie später mit Ihnen umgehen und sie ertragen. Wehen verursachen Schmerzen, das kann man leider nicht verhindern. Sicherlich kann man diese Schmerzen mit der heutigen Medizin ein wenig lindern, aber gänzlich werden sie nie verschwinden.

Leichte Wehen können schon verfrüht auftreten

Bereits ab der 37. Schwangerschaftswoche können leichte Schmerzen auftreten, wie zum Beispiel ein Ziehen im Bauch oder auch Rückenschmerzen. Selbst in den Oberschenkeln kann es zu leichten Schmerzen kommen, die an einen Muskelkater erinnern. Fast jede Schwangere, die unter diesen leichten Schmerzen leidet, denkt vermutlich, dass es sich bereits um Wehen handelt. Und tatsächlich handelt es sich hierbei auch schon um die ersten Wehen. Diese werden als Senkwehen bezeichnet.

Senk- oder Vorwehen als Vorbereitung auf die Geburt

Während der Senk- bzw. Vorwehen schiebt sich das Kind allmählich in die richtige Lage, die auch als Geburtslage bezeichnet wird. Die leichten Kontraktionen helfen dem Kind dabei, diese Lage einzunehmen. Außerdem rutscht es allmählich in Richtung Becken. Das Baby bereitet sich also bereits jetzt auf die Geburt vor. Gleiches gilt für die Gebärmutter. Denn die Senkwehen sind für die Gebärmutter nichts weiter als eine Art Übung, um sich auf die eigentliche Geburt vorzubereiten. Die Senkwehen können auch von weiteren Symptomen begleitet werden, wie etwa Druck auf der Blase, eine Verhärtung des Bauches und das Absenken des Bauches. Aber auch wenn all dies nicht um die 37. Schwangerschaftswoche auftritt, besteht kein Grund zur Sorge.

Senkwehen oder echte Wehen?

Wenn der Geburtstermin schon recht nahe ist, dann treten Senkwehen immer häufiger auf. Die Schwangere könnte in Aufregung geraten, denn oftmals sind die Senkwehen so kurz vor der Geburt nicht mehr von echten Wehen zu unterscheiden. Um dennoch auf Nummer sicher gehen zu können und nicht gleich in die Klinik zu fahren, kann die Schwangere ein warmes Bad nehmen. Im warmen Wasser würden sich echte Wehen verstärken. Werden die Wehen schwächer handelt es sich immer noch nur um Senk- bzw. Vorwehen.

Die „richtigen“ Wehen

Wenn es dann endlich losgeht, kommen auch die ersten „richtigen“ Wehen. Bei diesen Wehen kann der Abstand noch ca. 30 Minuten zwischen zwei Schüben betragen. Je näher die Geburt rückt, desto kürzer werden die Abstände zwischen den Wehen. Während einer Wehe wird die Gebärmutter zusammengezogen. Dadurch wird das Baby immer weiter in den Geburtskanal geschoben. Dadurch übt das Kind immer mehr Druck auf den Muttermund auf. Die Folge ist, dass sich der Muttermund allmählich beginnt zu öffnen.

Presswehen

Die Presswehen werden von jeder Frau anders wahrgenommen. So können sie sich zum Beispiel als Druck auf den Bauch in Kombination mit einem Ziehen im Rücken anfühlen. Andere werdende Mütter beschreiben Presswehen als Druck, der sich einmal komplett um den Körper in Höhe des Bauches legt. Wenn das Kind durch die Presswehen weit genug in den Geburtskanal eingetreten ist, dann verspüren viele Frauen einen Druck auf den Darm, der dem Bedürfnis, Stuhlgang abzulassen, ähnelt. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass das Kind bereits mit dem Kopf in die Scheide eingetreten ist.

Vorsicht bei zu frühem Pressen

Während der Presswehen darf die Mutter noch nicht pressen, auch wenn sie durch die starken Kontraktionen den heftigen Wunsch danach verspürt. Würde sie jedoch zu früh mit dem Pressen beginnen, kann es zu Verletzungen im Scheiden- und/oder Darmbereich kommen. Erst wenn das Köpfchen des Kindes zu sehen ist, darf die Mutter mit dem Pressen beginnen. Bis dahin müssen die Kontraktionen mit einer Atemtechnik überstanden werden, die während des Geburtsvorbereitungskurses erlernt wurde. Das Pressen wird während einer Presswehe ausgeführt. Dabei sollte die werdende Mutter den Kopf auf die Brust legen und mit viel Druck pressen. Für die vollständige Geburt des Kindes sind meist mehrere Wehen nötig. Dies ist natürlich von Frau zu Frau unterschiedlich. In der Regel handelt es sich jedoch um zwei bis drei Wehenschübe.

Nach den Presswehen kommen die Nachwehen

Nachdem das Baby nun das Licht der Welt erblickt hat, hören auch die Presswehen auf. Nun folgen die Nachwehen. Diese Wehen sind wichtig für die Mutter. Sie beginnen ca. 20 Minuten nach der eigentlichen Geburt. Würden die Nachwehen ausbleiben, kann es zu starken Blutungen in der Gebärmutter kommen.

Die wichtige Aufgabe der Nachwehen

Nachwehen sind meist schwächer als Presswehen. Dennoch können sie noch sehr schmerzhaft sein. Die Kontraktionen der Gebärmutter, die während der Nachwehen auftreten, pressen die Plazenta heraus. Die Ablösestelle der Plazenta weist nun offene Blutgefäße auf. Die Nachwehen sorgen nun dafür, dass diese Blutgefäße verschlossen und die Blutung gestoppt wird.

Möglichkeiten für eine Wehenerleichterung

Wehen sind immer sehr schmerzhaft. Jeder Mensch hat jedoch ein anderes Schmerzempfinden. Aus diesem Grund gibt es auch verschiedene Mittel und Wege, wie die Schmerzen während der Wehen erleichtert werden können. Eine gute Möglichkeit ist die richtige Atemtechnik. Diese kann während der Geburtsvorbereitung erlernt werden. Aber auch während der Geburt ist die Hebamme zur Stelle, um bei der richtigen Atmung behilflich zu sein. Auch eine Lageveränderung der Mutter kann die Schmerzen lindern. Die Schwangere muss nicht immer im Bett liegen während der Geburt. So kann sie zum Beispiel auch auf dem Gebärhocker, in einem Bad oder in bzw. auf verschiedenen anderen Hilfsmittel Platz nehmen, um eine bessere und nicht so schmerzhafte Position einzunehmen. Wem das alles nicht ausreicht, der kann zu Schmerzmitteln greifen. Neben schmerz- und krampflösenden Medikamenten zur Einnahme gibt es dann auch die PDA (Periduralanästhesie).

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