Triple Test

Triple Test © Andrea Damm/ PIXELIO
Triple Test © Andrea Damm/ PIXELIO

Der Triple Test ist ein Test, der zur Pränataldiagnostik gehört. Pränatal bedeutet „vor der Geburt“. Es handelt sich also um eine Untersuchung, die am ungeborenen Baby und der werdenden Mutter durchgeführt wird. Die Ergebnisse des Triple Tests sind jedoch recht unsicher und dadurch ist dieser Test eher umstritten.

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Keine eindeutige Diagnose durch den Triple Test

Beim Triple Test werden drei Hormone im Blut der Schwangeren untersucht. Der Zeitpunkt sollte zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche liegen. Nur in besonderen Ausnahmefällen kann der Triple Test auch noch bis zur 20. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Von den Krankenkassen wird der Triple Test jedoch als IGeL, also als so genannte individuelle Gesundheitsleistung, gesehen. Das bedeutet, dass die Schwangere die Kosten für diesen Test komplett selbst tragen muss.

Vor einem Triple-Test wird die Schwangere durch ihren behandelnden Arzt über die Vor- und Nachteile aufgeklärt. Außerdem muss ihr verdeutlicht werden, dass durch einen Triple Test keine eindeutige Diagnose gestellt werden. Der Test gilt nur als Vorsichtsmaßnahme, um bei Verdacht entsprechende Folgeuntersuchungen zu unternehmen, sodass eine eindeutige Diagnose ermöglicht wird.

Hormonkonzentration wird untersucht

Beim Triple Test wird das Blut der werdenden Mutter untersucht. Dabei wird die Konzentration von drei Hormonen festgestellt: a1-Fetoprotein, freies Estriol und freie ß-Kette des Choriongonadotropins. Die ermittelten Werte werden per Computer ausgewertet. Anschließend findet ein Vergleich mit Durchschnittswerten statt, um ermitteln zu können, ob die Konzentration dieser drei Hormone über bzw. unter den Durchschnittwerten liegt. Für die Auswertung werden jedoch noch weitere Faktoren berücksichtigt, wie zum Beispiel das Alter und das Gewicht der Schwangeren, vorausgegangene Schwangerschaften und die genaue Schwangerschaftsdauer zum Untersuchungszeitpunkt.

Anhand der Konzentrationen kann die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Krankheiten beim Baby ermittelt werden. So deutet eine erhöhte Konzentration an ß-hCG bei gleichzeitiger niedriger Konzentration an a1-Fetoprotein und freies Estriol auf das Down-Syndrom hin. Bei diesem Syndrom handelt es sich um die Verdreifachung des 21. Chromosoms, das zu einer geistigen Behinderung des Kindes führt. Erhöhte Werte können aber auch auf Komplikationen während der Schwangerschaft oder auf Mehrlingsschwangerschaften deuten.

Der Triple Test bietet jedoch nur ungenaue Ergebnisse. Diese Ergebnisse können auch noch durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Ein sehr wichtiger Faktor, der die Ergebnisse durchaus verfälschen könnte, ist die genaue Angabe der Schwangerschaftsdauer. Schon eine Abweichung von einer Woche kann zu sehr großen Schwankungen der Wahrscheinlichkeit führen. Von 1.000 Schwangeren wird bei durchschnittlich 100 Frauen eine hohe Wahrscheinlichkeit ermittelt, dass das ungeborene Kind am Down-Syndrom leidet. Letztlich trifft es dann jedoch nur auf eine Frau zu, die dann tatsächlich ein Kind mit einer chromosomalen Besonderheit zur Welt bringt.

Fehldiagnosen – möglich beim Triple Test

Allgemein wird der Triple Test eher kritisch bewertet. Denn schließlich handelt es sich hierbei nicht um eine konkrete Möglichkeit zur Diagnostik. Eher handelt es sich um einen Suchtest, der eine Wahrscheinlichkeit anhand von Durchschnittswerten ermittelt. Es kann also beim Triple Test zu Fehldiagnosen kommen. So können zum Beispiel Kinder mit einer chromosomalen Besonderheit nicht entdeckt werden oder gesunden Kindern wird eine solche Besonderheit attestiert.

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