Sex während der Schwangerschaft

Sex in der Schwangerschaft. © Klaus Steves / PIXELIO
Sex in der Schwangerschaft. © Klaus Steves / PIXELIO

Eine Schwangerschaft ist immer die Krönung der sexuellen Verbindung zwischen zwei Menschen. Allerdings ist Sexualität immer auch ein schwieriges Thema, vor allem wenn die Partner nicht darüber reden. Noch schwieriger wird es, wenn die Frau schwanger ist. Denn das stellt nicht nur das komplette Leben des Paares, das sich nun auf eine Dreisamkeit einstellen muss, auf den Kopf.

Eine Schwangerschaft verändert auch den Körper und die Psyche der Frau. Und auch die werdenden Väter müssen sich während der Schwangerschaft auf eine veränderte Sexualität einstellen. Hinzu kommt, dass viele Paare, besonders Paare, die zum ersten Mal Eltern werden, auf einmal mit verschiedenen Ängsten zu kämpfen haben. So sind sich vor allem Männer oft unsicher, ob der Geschlechtsakt während der Schwangerschaft dem ungeborenen Baby schadet.

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Sex in der Schwangerschaft wirkt sich wohltuend aus

Grundsätzlich kann man sagen, dass gegen Sexualität in der Schwangerschaft nichts einzuwenden ist. So lange sich die Schwangere dabei wohlfühlt, spricht auch während der Schwangerschaft nichts gegen ein ausgefülltes Liebesleben. Ganz im Gegenteil. Die Glückshormone, die nach einem Orgasmus ausgeschüttet werden, wirken sich nicht nur wohltuend auf die Frau, sondern auch auf ihr Baby aus.

Kein Geschlechtsverkehr während der Schwangerschaft

Es gibt natürlich auch Gründe, aus denen Sexualität in der Schwangerschaft nur eingeschränkt stattfinden kann. Wenn es zum Beispiel zu Komplikationen während der Schwangerschaft, wie zum Beispiel Blutungen, kommt, sollte auf Sex verzichtet werden. Auch bei frühen Wehen sollten Paare auf den Geschlechtsakt verzichten. Das Sperma des Mannes enthält nämlich einen Stoff, das Prostaglandin, der Wehen auslösen kann. Aus diesem Grund empfehlen Hebammen übrigens auch vielen Schwangeren kurz vor ihrem Entbindungstermin Sex mit ihrem Partner. Ein weiterer Grund, vorsichtig mit Sexualität in der Schwangerschaft umzugehen, sind frühere Fehlgeburten, deren Ursache nicht geklärt ist. In diesen Fällen sollten Schwangere am besten mit ihrem Frauenarzt reden.

Sex der etwas anderen Art

Bei einer gesunden Schwangeren kann Sexualität in der Schwangerschaft vom Beginn bis zum Ende stattfinden. Allerdings findet Sexualität in der Schwangerschaft häufig in einer anderen Form statt. Im ersten Trimester (den ersten zwölf Wochen) einer Schwangerschaft haben Frauen häufig mit den typischen Schwangerschaftsbeschwerden, wie Übelkeit, Brustziehen und Müdigkeit, zu kämpfen. Während dieser Zeit sinkt das Lustempfinden bei vielen Frauen verständlicherweise.

Allerdings ändert sich das nach den ersten zwölf Wochen zumeist wieder. Durch die gesteigerte Durchblutung des Körpers und der Sexualorgane steigt das Lustempfinden der Frauen meist deutlich. Und auch die Männer empfinden den größeren Busen der werdenden Mutter als überaus anregend. In den letzten Wochen kommt es vielen Frauen bei der Sexualität in der Schwangerschaft nicht unbedingt auf den eigentlichen Akt an. Die zunehmende körperliche und psychische Belastung sowie das Gefühl, „unattraktiv“ zu sein, senken die Lust.

Sexualität in der Schwangerschaft ist ungefährlich für das Neugeborene

Die Sexualität in der Schwangerschaft nutzen viele Paare, um neue Stellungen auszuprobieren. Dabei ist alles erlaubt, was der Schwangeren gefällt. Stellungen, bei denen Druck auf den Bauch der Frau ausgeübt wird, sollten allerdings vermieden werden. Dem Kind kann Sex in keinem Fall schaden, da es durch Gebärmutter und Fruchtblase bestens geschützt ist. Und wenn manche Frauen nach dem Sex eine erhöhte Aktivität ihres Kindes feststellen, dann liegt das lediglich am erhöhten Blutdruck und Herzschlag der Mutter.

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