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Plazenta (Mutterkuchen)

"Mutterkuchen." © Stefan Emilius / PIXELIO

Während der Schwangerschaft muss das ungeborene Kind mit wichtigen Nährstoffen, versorgt werden. Gleichzeitig müssen jedoch auch Abfallprodukte des Kindes abtransportiert werden. Dies geschieht über die Nabelschnur. Doch die Nabelschnur ist nicht allein für die Versorgung des Babys verantwortlich. Auch der Mutterkuchen, die so genannte Plazenta, nimmt eine wichtige Stellung während der Schwangerschaft ein.

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Die Plazentaschranke

Zu den wichtigen Aufgaben der Plazenta gehört die Versorgung des Babys. Nährstoffe, Wasser, Sauerstoff und Antikörper werden dem Kind zugeführt. Außerdem werden Abfallstoffe des ungeborenen Kindes abtransportiert. Hinzu kommt, dass die Plazenta außerdem für den Schutz des Kindes sorgt. Sie verhindert durch die Plazentaschranke, dass Giftstoffe aus dem mütterlichen Blut in den Blutkreislauf des Babys gelangen. Diese Schranke besteht aus einer dünnen Zellschicht, die das mütterliche Blut vom Blut des Babys trennen. Nur Moleküle bis zu einer bestimmten Größe gelangen durch diese Schranke. Somit ist das Kind immer optimal geschützt. Einige Giftstoffe weisen jedoch sehr kleine Moleküle auf, die dennoch die Plazentaschranke überwinden können. Dazu gehören vor allem Alkohol, Nikotin und verschiedene Medikamente. Aus diesem Grund sollte darauf während der Schwangerschaft unbedingt verzichtet werden, da es sonst zu schweren Störungen in der Entwicklung des Kindes kommen kann.

Unterstützung der Hormonproduktion

Eine weitere wichtige Aufgabe der Plazenta besteht darin, die Produktion verschiedener Hormone zu unterstützen, die für die Schwangerschaft wichtig sind. So wird zum Beispiel durch die Plazenta mehr Progesteron gebildet. Dieses Hormon sorgt dafür, dass sich die Brüste während der Schwangerschaft entwickeln und somit auf die Milchbildung vorbereitet werden. Außerdem sorgt Progesteron dafür, dass die Gebärmuttermuskulatur entspannt bleibt und sich nicht zusammenzieht. Neben Progesteron wird auch das humane Choriongonadotropin gebildet. Dieses Hormon ist für den Schutz der Muskelschicht in der Gebärmutter und der befruchteten Eizelle verantwortlich. Denn durch dieses Hormon wird die Eizelle nicht abgestoßen, sondern bekommt die Möglichkeit zur Einnistung. Bereits in den ersten Tagen der Schwangerschaft ist das humane Choriondonadotropin, kurz HCG, in großer Menge im Urin vorhanden. Dadurch ist es für die Feststellung der Schwangerschaft mittels eines Schwangerschaftstests sehr wichtig. Des Weiteren werden wichtige Hormone produziert, die unter anderem für die Energieversorgung der Mutter und die optimale Funktion der Plazenta sorgen.

Wachstum und Entwicklung der Plazenta

Die gerade mal drei Zentimeter starke Plazenta, die ihre endgültige Struktur bis zur 14. Schwangerschaftswoche vollständig aufgebaut hat, wächst noch bis in den sechsten Schwangerschaftsmonat hinein bis auf eine Größe von ca. 15 bis 25 Zentimeter. Für die Entwicklung der Plazenta sind mütterliche Zellen, die sogenannten Trophoblasten, und fetale Zellen, die sogenannten Embryoblasten, verantwortlich. Bei den Trophoblasten handelt es sich um Zellen, die aus der Gebärmuttermuskelschicht stammen.

Nachwehen lassen die Plazenta aus dem Mutterleib ausscheiden

Damit es nach der Geburt nicht zu Komplikationen, wie etwa starken Blutungen, kommt, muss die Plazenta vollständig ausgeschieden werden. Dafür sorgen die Nachwehen. Diese Kontraktionen pressen die Plazenta aus dem Mutterleib und verschließen gleichzeitig die Ablösestelle. Der entbindende Arzt oder die Hebamme überprüfen dann nur noch, ob die Plazenta auch vollständig ist. Sollten Reste in der Gebärmutter verbleiben, kann es zu starken Blutungen kommen.

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