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Glucosetoleranztest

Glucosetoleranztest © Tim Reckmann / PIXELIO Glucosetoleranztest © Tim Reckmann / PIXELIO

Bis zur Geburt eines Kindes kommt es während der Schwangerschaft zu ständigen Veränderungen im Körper der werdenden Mutter. Doch die Tatsache, dass nun ein Baby im Körper heranwächst, kann auch zu Komplikationen führen. Eine Komplikation, die in einer Schwangerschaft auftreten kann, ist die Schwangerschaftsdiabetes. Bis zu drei Prozent aller werdenden Mütter leiden darunter.

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Ursachen und Symptome für eine Schwangerschaftsdiabetes

Häufig tritt die Schwangerschaftsdiabetes in der zweiten Hälfte einer Schwangerschaft auf. Ursache dafür sind Hormone, die in der Plazenta, also im Mutterkuchen, produziert werden. Diese blockieren die Wirkung des in der Bauchspeicheldrüse entstandenen Insulins. Der Körper versucht dies dann durch den Anstieg des Blutzuckerspiegels wieder auszugleichen.

Typische Symptome einer Schwangerschaftsdiabetes sind Durst, häufiges Wasserlassen und Müdigkeit. Frauen über 35 Jahren, Übergewichtige, Frauen mit Diabetes oder Frauen, die familiär vorbelastet sind, haben ein höheres Risiko, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken. Um feststellen zu können, ob eine Schwangerschaftsdiabetes vorliegt, ist ein Glucosetoleranztest sinnvoll.

Durchführung eines Glucosetoleranztestes

Ein Glucosetoleranztest findet etwa zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche statt. Bei diesem Test wird der Blutzuckerwert über einen bestimmten Zeitraum hinweg gemessen. Für den Glucosetoleranztest wird der Schwangeren mehrmals Kapillarblut, zum Beispiel an der Fingerkuppe, entnommen. Zum Test muss die Schwangere nüchtern erscheinen. Es darf also vorher keine Nahrung oder Flüssigkeit aufgenommen werden. Dann wird der Nüchternwert ermittelt.

Nun bekommt die Schwangere eine glukosehaltige Lösung zu trinken. Diese muss innerhalb von fünf Minuten getrunken werden. Im weiteren Verlauf des Glucosetoleranztests wird der Schwangeren nach 60 Minuten, nach 120 Minuten und 180 Minuten erneut Blut entnommen. Der Glucosetoleranztest soll nun zeigen, wie der Blutzuckerwert ansteigt, welcher Maximalwert erreicht wird und wie lange es dauert, bis der Blutzucker wieder den Nüchternwert erreicht.

Der Glucosetoleranztest – meist eine Eigenleistung

Der Glucosetoleranztest gehört nicht bei allen Krankenkassen zu den festen Leistungen. Nur wenige Krankenkassen bezahlen diesen Test im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge. Bei einigen Krankenkassen wird der Glucosetoleranztest jedoch für Frauen mit erhöhtem Risiko, also bei Übergewicht, über 35 Jahre, vorliegende Diabeteserkrankung oder familiäre Vorbelastung, übernommen. In der Regel zahlen die Krankenkassen nur den Urintest, der laut Mutterpass zu den Vorsorgeuntersuchungen gehört. Da jedoch nicht bei allen Frauen Glucose mit dem Urin ausgeschieden wird, ist dieser Test allein nicht sicher.

Um eine Schwangerschaftsdiabetes vollständig ausschließen zu können, ist ein Glucosetoleranztest ratsam. Und auch wenn die Krankenkasse den Test nicht bezahlt, sollte man ihn machen lassen. Denn nicht bei jeder Frau treten die typischen Symptome einer Schwangerschaftsdiabetes auf. Und eine nicht erkannte Schwangerschaftsdiabetes kann im schlimmsten Fall zum Verlust des Babys im fortgeschrittenen Schwangerschaftsstadium führen. Außerdem kann es zu Missbildungen beim Baby kommen.

Nahrungsumstellung bei einer Schwangerschaftsdiabetes reicht meistens aus

Wenn durch den Glucosetoleranztest festgestellt wurde, dass eine Schwangerschaftsdiabetes vorliegt, dann reicht häufig eine Nahrungsumstellung aus, um diese in den Griff zu bekommen. Dabei sollte auf Kohlenhydrate so gut wie möglich verzichtet werden. Bei etwa 15 Prozent aller getesteten Schwangeren ergibt der Glucosetoleranztest jedoch, dass eine Behandlung mit Insulin unumgänglich ist.
Bevor Schwangere, die Medikamente einnehmen, zu einem Glucosetoleranztest gehen, sollten sie mit ihrem Arzt sprechen. Denn einige Medikamente können das Ergebnis bei einem Test verfälschen.

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