Eisprung und Befruchtung

Eisprung und Befruchtung. Foto: JMG / pixelio.de
Eisprung und Befruchtung. Foto: JMG / pixelio.de

Wenn sich ein Paar dazu entscheidet, ein Baby zu bekommen, dann sollten sie in erster Linie auf die Verhütung verzichten. Für die Zeugung eines Babys ist jedoch nicht nur der Liebesakt ohne Verhütung wichtig. Auch der Eisprung muss entsprechend vorhanden sein, um eine Befruchtung zu gewährleisten. Der Eisprung ist schließlich die Voraussetzung für eine geglückte Befruchtung.

Eizelle und Begleitzelle

Schon bei der Geburt befinden sich in den Eierstöcken zwischen ein bis zwei Millionen Eizellen. Die Eizellen sind von Begleitzellen umgeben. Eizelle und Begleitzelle bilden eine Einheit und werden als Follikel bezeichnet. Mit Einsetzen der Menstruation, also des weiblichen Zyklus, beginnen die Eizellen in den Eierstöcken zu reifen. Pro Zyklus reifen durchschnittlich nur zehn bis 20 Follikel heran. Eines dieser Follikel entwickelt sich dominant und wird dadurch zum sprungreifen Follikel.

Keine Koordination bei den Eizellen

Eine Frau verfügt üblicherweise über zwei Eierstöcke. Pro Zyklus wird jedoch normalerweise nur eine Eizelle entwickelt. Aus welchem der beiden Eierstöcke diese Eizelle dann stamm, ist nicht geregelt. Eher folgt dieser Vorgang dem Zufallsprinzip. Eine Rechts-Links-Koordination ist nicht vorhanden. Für die Entwicklung verantwortlich sind die Hormone und ein Zusammenspiel aus Hypothalamus (wobei es sich um eine Region im Zwischenhirn handelt), Hirnanhangsdrüse und Eierstöcken. Im Hypothalamus kommt es zu einer Ausschüttung des Hormons Gonadoliberin (GnRH). Dies wiederum führt zu einer Verstärkung der Bildung der Hormone Luteinisierendes Hormon (LH) und Follikelstimulierendes Hormon (FSH). Dadurch wird eine Gruppe von Follikeln (auch Kohorte genannt) in den Eierstöcken gebildet.

Welcher Follikel besonders dominant und somit sprungreif wird hängt von einem negativen Rückkopplungsprozess ab. Die Follikel produzieren Estrogene, die wiederum die Ausschüttung von FSH in der Hirnanhangsdrüse unterdrücken. Dadurch wird nicht mehr ausreichend FSH geliefert, was zum Absterben der nicht so weit gereiften Follikel führt. Nur der dominante Follikel überlebt, dessen Rezeptoren auch besonders empfindlich gegenüber der Ausschüttung von FSH sind.

Auslösung des Eisprunges

Ungefähr zur Mitte des Menstruationszyklus kommt es zu einer verstärkten Ausschüttung des Estrogens Estradiol, was wiederum eine hohe Ausschüttung an LH in der Hirnanhangsdrüse mit sich bringt. Dies ist dann der Auslöser für den Eisprung, wobei zuerst eine Vorwölbung der Eierstockwand erzeugt wird und sich dann der Follikel entleert. Die Eizelle wird herausgestoßen und vom Eileiter aufgenommen.

Befruchtung der Eizelle

Kommt es nun zum ungeschützten Geschlechtsverkehr können bereits einige Minuten nach dem Akt im Eileiter Spermien nachgewiesen werden. Bevor es dann jedoch zu einer Befruchtung kommen kann, muss erst eine Besamung vollzogen werden. Diese beiden Prozesse sind getrennt voneinander zu betrachten. Bei der Besamung dringt das Spermium in die Eizelle ein. Sowohl in der Eizelle als auch im Spermium ist jeweils ein Chromosomensatz vorhanden. Diese Chromosomensätze verschmelzen nach der Besamung der Eizelle. Dies wird als Befruchtung bezeichnet. Es hat sich also eine befruchtete Zelle gebildet. Diese trägt das Erbgut beider Elternteile in sich.
Einen Tag nach der Befruchtung beginnt in der befruchteten Zelle die Zellteilung. Außerdem tritt die Zelle ihren Weg in die Gebärmutter an, wo sie sich nach ca. fünf bis sechs Tagen in die Gebärmutterschleimhaut einnistet. Erst jetzt wird allgemein vom Beginn der Schwangerschaft gesprochen.

Eisprung und Befruchtung
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2 Kommentare

  1. Wenn sich ein Paar dazu entscheidet, ein Baby zu bekommen, dann sollten sie in erster Linie auf die Verhütung verzichten.

    Bei diesem banalen Einstieg habe ich richtig Lust bekommen, weiterzulesen. Klingt ganz nach „Ich habe nicht zu erzählen und muss Zeilen füllen“…

  2. Schade, dass Ihnen der Artikel nicht gefällt. Unser Anliegen ist es, Informationen möglichst leicht verständlich einer großen Zielgruppe zu präsentieren. Für wissenschaftliche Abhandlungen sind wir in der Tat die falsche Seite.

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