Chelattherapie

Foto: Claudia Hautumm / pixelio.de
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Eine Schwangerschaft gehört zu den natürlichsten Vorgängen überhaupt. Wobei sich die „Herangehensweise“ an eine Schwangerschaft von Frau zu Frau unterscheiden kann. Einige werden schwanger ohne es eigentlich zu wollen, andere hören einfach mit der Verhütung auf und lassen die Schwangerschaft auf sich zukommen und wieder andere planen ganz bewusst schwanger zu werden. Und obwohl eine Schwangerschaft in jedem Fall ein Geschenk ist, ist die Planung einer Schwangerschaft aus gesundheitlicher Hinsicht oftmals der ideale Weg. Frauen, die nämlich planen, schwanger zu werden, beginnen schon vor einer möglichen Schwangerschaft damit, ihrem Körper Gutes zu tun. Diese Frauen achten auf ihre Ernährung, entsagen Nikotin und Alkohol und nehmen zusätzlich Vitamine auf. Doch das ist noch lange nicht alles, was Frauen tun können, um ihrem geplanten Nachwuchs etwas Gutes zu tun. Viele Frauen entscheiden sich vor einer Schwangerschaft auch für eine Chelattherapie.

Warum ist die Chelattherapie sinnvoll?

Um den Sinn einer Chelattherapie zu verstehen, sollten Frauen zunächst einmal etwas Grundsätzliches verstehen. Der moderne Mensch ist umgeben von Schadstoffen, die er in der Umwelt, über die Nahrung, über die Kleidung, über Kosmetika, über Zigarettenrauch oder auch über Amalgamfüllungen aufnimmt. Dabei handelt es sich unter anderem um Schwermetalle, wie zum Beispiel Blei, Nickel, Cadmium oder Arsen. Diese Metalle werden im Körper gespeichert und können zu gesundheitlichen Problemen, wie zum Beispiel Schwermetallvergiftungen, Demenz, Alzheimer oder Parkinson, führen. Von allein ist der Körper nicht in der Lage, diese Giftstoffe wieder auszuscheiden. Daher ist es sinnvoll, Entgiftungstherapien, wie die Chelattherapie, zu machen.

Der Embryo nimmt auch Giftstoffe auf

Vor einer geplanten Schwangerschaft ist die Chelattherapie umso wichtiger. Vor allem darum, weil sich jede werdende Mutter ab dem fünften Schwangerschaftsmonat über die Plazenta, den so genannten Mutterkuchen, entgiftet. Und da der Mutterkuchen praktisch der „Nährboden“ für das Ungeborene ist, nimmt der Embryo nicht nur die Nährstoffe auf, sondern auch die Giftstoffe. Um das zu vermeiden ist eine Chelattherapie zum Entgiften vor einer Schwangerschaft sehr sinnvoll.

Wie funktioniert die Entgiftung vor der Schwangerschaft?

Das Wort Chelattherapie bzw. das Wort Chelat ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet so viel wie „Kralle“ oder „Zange“. Das bedeutet, dass bei einer Chelattherapie die eingelagerten Metalle wie mit einer Zange umschlossen werden. Sind die Metalle gebunden, können sie über die Nieren aus dem Körper geleitet werden. Die Chelattherapie ist ein ambulantes Heilverfahren, das seit etwa 50 Jahren praktiziert wird. Bei einer Chelattherapie, also einer Schwermetallentgiftung, bekommt man eine Infusion mit einer dünnen Nadel in die Vene gelegt. Dieser Tropf beinhaltet einen speziellen Wirkstoff, der die „Zange“ bildet und verschiedene Vitamine und Mineralstoffe beinhaltet. Eine Sitzung bei einer Chelattherapie dauert etwa zwei bis fünf Stunden. Je nach Grund können bis zu 20 Sitzungen notwendig werden. Eine Chelattherapie kann nämlich nicht nur zur vorbeugenden Entgiftung, sondern auch bei verschiedenen Krankheiten angewendet werden.

Wann darf man eine Chelattherapie nicht anwenden?

Es gibt jedoch auch Krankheiten, wie Herzrhythmusstörungen oder Nierenerkrankungen, bei denen eine derartige Therapie nicht angewendet werden darf. Und auch während einer Schwangerschaft darf die Chelattherapie auf keinen Fall angewendet werden.

Kosten für eine Chelattherapie

Die Kosten für eine Chelattherapie belaufen sich auf etwa 100 Euro pro Sitzung und werden nicht von den Krankenkassen übernommen.

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