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Billingsmethode

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Verhütungsmethoden gibt es zahlreiche – am häufigsten werden heutzutage hormonelle Verhütungsmittel wie beispielsweise die Pille oder das Verhütungspflaster angewandt. Jedoch gibt es auch einige natürliche Verhütungsmethoden, die ganz ohne Hormone auskommen und so den Körper der Frau nicht unnötig angreifen. Natürlich sind diese nicht so sicher wie hormonelle Verhütungsmittel.[336]

Billingsmethode wird auch Zervikalschleimmethode genannt

Eine der bekanntesten natürlichen Verhütungsmethoden ist die sogenannte Billingsmethode, die man auch als Zervikalschleimmethode bezeichnen kann. Ihren Namen verdankt diese Methode den beiden Ärzten Evelyn und John Billings, die erkannt haben, dass sich der Zervikalschleim der Frau im Laufe des Zyklus verändert. Ziel der Billingsmethode ist es, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen. Zum Zeitpunkt des Eisprungs nämlich produziert der weibliche Körper vermehrt Schleim; zudem ist dieser dann sehr flüssig und zieht Fäden. Abhängig ist diese Konsistenz des Schleims vom Östrogenspiegel.

Phasen der Billingsmethode

Wissen sollten Frauen, die nach der Billingsmethode verhüten, dass zum Zeitpunkt des Eisprungs die Fruchtbarkeit am größten ist. Die Billingsmethode unterscheidet grundsätzlich fünf Phasen: in Phase Eins ist der Östrogenspiegel niedrig, so dass nur sehr wenig Schleim produziert wird. Diese Tage werden daher auch als die „trockenen Tage“ bezeichnet – dies sind die Tage unmittelbar nach der Menstruation. Phase Zwei wiederum sind die Tage vor dem Eisprung – in diesen steigt der Östrogenspiegel an und der Schleim verändert sich. Dieser ist nun klebrig und gelblich bis weiß. Als Phase Drei werden die zwei bis drei Tage unmittelbar vor und nach dem Eisprung bezeichnet. Der Schleim ist nun sehr dick und lässt sich zu einem durchgehenden Faden ziehen. Nach dem Eisprung dann wird deutlich weniger Schleim produziert, zudem ist dieser dann trübe und klebrig. Phase Fünf ist die sogenannte prämenstruelle Phase. Der Schleim ist nun fast wässrig.

Messung der Konsistenz des Schleims

Um nach der Billingsmethode zu verhüten, muss die Frau täglich die Konsistenz des Schleims feststellen – dies geht am besten, wenn man diesen zwischen den Fingern oder auf einem Blatt Klopapier reibt. Nun wird die Konsistenz in einem Protokoll genau festgehalten, um den Zeitpunkt des Eisprungs möglichst genau bestimmen zu können. Natürlich ist diese Methode nicht unbedingt sicher, da sich der Schleim auch bei Stress oder bakteriellen Infektionen verändern kann. Der Pearl-Index dieser Methode liegt bei Fünf – von 100 Frauen, die mit dieser Methode verhüten, werden also immerhin fünf schwanger. Im Vergleich dazu: der Pearl-Index der Pille liegt bei 0,2 bis 0,5!

Billingsmethode in Kombination mit der Basaltemperaturmethode

Da die Billingsmethode alleine doch recht ungenau ist, empfiehlt es sich, diese in Verbindung mit der Basaltemperaturmethode anzuwenden. Bei dieser wird täglich die Körpertemperatur gemessen und entsprechend in ein Diagramm eingezeichnet.

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