Wochenbettpflege

Wochenbettpflege © Rainer Sturm / PIXELIO
Wochenbettpflege © Rainer Sturm / PIXELIO

Die sechs bis acht Wochen direkt nach der Geburt werden als Wochenbett bezeichnet. In dieser Zeit benötigt die junge Mutter sehr viel Pflege, da in dieser Zeit einiges mit dem Körper der Mutter geschieht. Die Mutter wird in dieser Zeit auch als Wöchnerin bezeichnet.

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Die Hormone spielen verrückt

Viele Wöchnerinnen leiden kurz nach der Geburt unter psychischen Problemen. Die Angst, als Mutter zu versagen, kommt in diesen Tagen stark zum Vorschein. Die jungen Mütter werden auch oftmals von Depressionen, den so genannten Wochenbettdepressionen, geplagt, die von Weinanfällen und ähnlichem begleitet werden. Aus diesem Grund werden diese ersten Tage direkt nach der Geburt auch als Heultage bezeichnet. Warum die frisch gebackenen Mütter jedoch unter diesen Depressionen und Angstzuständen leiden, konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Aus diesem Grund führen Experten diesen Zustand auf die Hormonumstellung zurück. Denn nach der Geburt sinkt die Konzentration der Schwangerschaftshormone im Körper der Mutter rapide ab. Die Reaktion des Körpers zeigt sich in Überempfindlichkeit, Depressionen und Konzentrationsschwäche.

Betreuung auch länger oder kürzer möglich

In der Regel verlassen Mütter ca. fünf Tage nach der Entbindung das Krankenhaus. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, länger oder kürzer im Krankenhaus zu bleiben. Besonders Erstgebärende sollten die Wochenbettstation in Anspruch nehmen. Denn hier werden sie von qualifizierten Schwestern und Hebammen betreut, die mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zwar werden bereits während der Geburtsvorbereitung zahlreiche Fragen der Schwangeren geklärt. Doch die Wochenbettpflege umfasst auch die Hilfestellung beim Umgang mit dem Säugling. Dazu gehört zum Beispiel die Pflege des Säuglings, das Stillen und der allgemeine Umgang mit dem Kind, um eine gesunde Mutter-Kind-Beziehung aufbauen zu können.

Mutti entscheidet die Unterbringung des Babys

Die Mutter kann entscheiden, wo ihr Kind während der Wochenbettpflege untergebracht wird. So kann das Baby zum Beispiel die gesamte Zeit im Zimmer der Mutter ungebracht werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Kind für die Nacht auf die Kinderstation zur Betreuung zu geben. Nur zum Stillen wird das Kind dann zur Mutter gebracht. Gerade am ersten Tag nach der Geburt ist es für manche Mütter auch von Vorteil, wenn das Kind auf der Kinderstation untergebracht wird. Denn schließlich hat sie somit ausreichend Zeit, sich von der anstrengenden Geburt zu erholen.

Wochenbettpflege auch zu Hause

Wer sich für eine ambulante Entbindung entscheidet und das Krankenhaus bereits wenige Stunden nach der Geburt wieder verlässt, muss dennoch nicht auf eine ausführliche Wochenbettpflege verzichten. Diese übernimmt dann die Hebamme, die bereits die Geburtsvorsorge übernommen hat und auch bei der Geburt dabei war. Die Hebamme stattet regelmäßige Hausbesuche ab und steht somit der jungen Mutter mit Rat und Tat zur Seite. Auch bei dieser Variante der Wochenbettpflege wird der Mutter gezeigt, wie sie das Kind richtig pflegt, es stillt, mit dem Kind umgeht und auf das Kind eingeht. Jede Variante der Wochenbettpflege hat natürlich auch einige Nachteile. So ist die junge Mutter bei einer häuslichen Wochenbettpflege schon sehr früh auf sich selbst gestellt, was auch zu einer Überforderung der Mutter führen kann.

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