Mama, bleib bitte hier!

Kindergartenneulinge: Was Eltern wissen sollten

Ein kurzer, aber herzlicher Abschied erleichtert dem Kindergartenkind die Abnabelung von der Bezugsperson. Foto: djd/G. Pohl-Boskamp/thx
Ein kurzer, aber herzlicher Abschied erleichtert dem Kindergartenkind die Abnabelung von der Bezugsperson. Foto: djd/G. Pohl-Boskamp/thx

(djd/pt). Spätestens mit drei Jahren gehen die meisten Kleinkinder in Deutschland in einen Kindergarten. Für Mütter, die den beruflichen Wiedereinstieg planen, stellt sich die Frage eines geeigneten Kindergartenplatzes schon viel früher. Dementsprechend sollten Eltern und der Sprössling rechtzeitig auf den neuen Lebensabschnitt vorbereitet sein. Nicht nur Schnuppernachmittage für Kindergartenneulinge, sondern auch der Besuch von Krabbelgruppen, Kontakte mit Gleichaltrigen auf dem Spielplatz oder das Anschauen von Bilderbüchern zum Thema Kindergarten stimmen den Nachwuchs auf das große Ereignis ein.

Alpträume und Infektneigung

Bei aller Vorfreude ist der Eintritt in den Kindergarten für beide Seiten häufig mit Gefühlen von Verlustangst und Unsicherheit verbunden. Vor allem in der Anfangszeit stellen nächtliche Alpträume bei einem Kindergartenkind keine Seltenheit dar. Schließlich hat es eine ganze Reihe von Eindrücken zu verarbeiten. Doch auch Husten, Schnupfen oder Durchfallerkrankungen können die Nachtruhe vertreiben – bis zu 15 Infekte im Jahr liegen bei Kindergartenneulingen durchaus im Rahmen. Neben den Erkältungsviren bringen die Dreikäsehochs bisweilen unliebsame Gäste vom Kindergarten mit nach Hause – Läuse. Hier sind moderne Kopflausmittel wie etwa Nyda aus der Apotheke angeraten. Das darin enthaltene spezielle Dimeticon (Silikonöl) dringt tief in die Atemwege der Läuse und Nissen ein und lässt sie ersticken. Nach erfolgter Erstbehandlung kann der kleine Patient die Einrichtung bereits wieder besuchen.

Sicherheit beim Abschied

Die größte Hürde für Eltern und Kind stellt allerdings der Abschiedsschmerz dar. Kindergartenanfänger sollten zeitig am Morgen gebracht werden, wenn alles noch ruhig und übersichtlich ist. In den ersten Tagen sollte die Bezugsperson des Kindes noch eine Weile bleiben, dabei den Raum gelegentlich verlassen und die Anwesenheitszeiten langsam reduzieren, bis der Abschied dem Kind nicht mehr schwerfällt. Wichtig: Stets pünktlich abholen, das gibt Sicherheit, dass Mama wiederkommt.

Dem Nachwuchs den Kindergarteneintritt erleichtern

  • Kindergartentasche, Brotdose, Trinkflasche und Sportbeutel selber vom Kind aussuchen lassen, das steigert die Vorfreude.
  • Besuche bei Verwandten oder Freunden, bei denen die Mutter für einige Stunden weggeht, erleichtern die Abnabelung.
  • Einfach zu handhabende Kleidung ohne viele Knöpfe, Schuhe mit Klettverschluss und Hosen mit Gummibund fördern das selbstständige An- und Ausziehen.
  • Ein Schal oder Kuscheltier mit Mamas Parfüm stillt die Sehnsucht.
  • Schmusezeiten zu Hause beugen Verlustangst vor.
Mama, bleib bitte hier!
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