Zangengeburt

Zangengeburt © RainerSturm / PIXELIO
Zangengeburt © RainerSturm / PIXELIO

Die Schwangerschaft ist eines der wichtigsten Ereignisse im Leben einer jeden Frau. Neun spannende Monate voller neuer Erfahrungen werden durchlebt – mit jeder Woche rückt der lang ersehnte Tag der Geburt immer näher. In den meisten Fällen läuft diese problemlos ab, manchmal allerdings können Komplikationen auftreten. Ein Sonderfall stellt die sogenannte Zangengeburt dar – worum es sich dabei handelt, soll im Folgenden beschrieben werden.

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Zangengeburt nur als Ausnahme

Eine Zangengeburt ist wirklich die Ausnahme; nur etwa 0,7 Prozent aller Säuglinge kommen mit Hilfe dieser Methode auf die Welt. Als Hilfsmittel wird hier die sogenannte Geburtszange eingesetzt, um die Geburt zu beschleunigen.

Die Geburtszange kommt nur bei Komplikatinen zum Einsatz

Die Geburtszange wird immer dann eingesetzt, wenn das Kind bereits sehr tief im Becken liegt, die Mutter jedoch zu schwach ist, dieses mit eigener Kraft auf die Welt zu bringen. Auch wenn die Sauerstoffzufuhr für das Kind gefährdet ist, wird die Zange häufig eingesetzt, um den Geburtsvorgang zu beschleunigen.
Die Zangengeburt ist nicht in allen Fällen möglich, sondern nur dann, wenn die Fruchtblase bereits gesprungen und der Muttermund vollständig geöffnet ist. Auch darf der Kopf des Babys nicht zu groß für das Becken der Mutter sein. Bei Frühgeburten wird die Zangengeburt grundsätzlich nicht eingesetzt, weil der Kopf von Frühchen einfach zu empfindlich ist.

Ein Dammschnitt bleibt nicht aus

Häufig wird in Vorbereitung auf die Zangengeburt ein Dammschnitt bei der Mutter vorgenommen, um den Eingriff zu erleichtern. Nun kommt der behandelnde Arzt gut an das Köpfchen heran und legt das Werkzeug, die Zange, um den Kopf des Babys. Diese besteht aus zwei Löffeln, die sich sanft um den Kopf des Babys legen.

In Vorbereitung auf die Zangengeburt wird der Unterkörper der Mutter betäubt – häufig ist dies bereits mit Hilfe der PDA erfolgt. Zudem wird mittels eines Katheters die Blase vollständig entleert.

Nachdem die Zange vorsichtig um den Kopf des Babys gelegt wurde, zieht der Geburtshelfer das Kind nun vorsichtig aus dem Geburtskanal. Das Ziehen am Köpfchen ist immer nur dann möglich, wenn gerade eine Wehe eingesetzt hat.

Risiken beim Einsatz einer Geburtszange

Natürlich ist eine Zangengeburt mit einigen Risiken verbunden. Scheide und Damm der Mutter werden nicht selten verletzt – aus diesem Grund wird vorher auch der Dammschnitt durchgeführt. Auch Blutergüsse und leichte Lähmungen sind durch den Druck der Zange keine Seltenheit – diese allerdings verschwinden nach ein paar Tagen von alleine wieder.
Aufgrund der doch recht hohen Verletzungsgefahr setzen viele Frauenärzte und Hebammen lieber die Saugglocke bei einer komplizierten Geburt ein. Jedoch ist eine Zangengeburt dem Kaiserschnitt unbedingt vorzuziehen, denn dieser ist für die werdende Mutter und auch das Kind eine deutlich höhere Belastung.

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