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PDA – Peridualanästhesie

PDA - Peridualanästhesie © Dieter Schütz / PIXELIO PDA - Peridualanästhesie © Dieter Schütz / PIXELIO

Erstmals wurde die Peridualanästhesie (kurz PDA) im Jahre 1895 vom Chirurgen August Bier durchgeführt. Er verwendete zur damaligen Zeit noch Kokain als Betäubungsmittel. Im Bereich der Lendenwirbelsäule wird das Mittel in den Wirbelkörperkanal eingespritzt und blockiert dadurch die nach unten ziehenden Nervenstränge. Der Unterkörper wird dadurch betäubt. Es handelt sich jedoch nicht um eine Rückenmarksbetäubung, denn das Rückenmark endet bereits bei der letzten Rippe.

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Schmerzfrei durch eine PDA

Die PDA wird in heutigen Zeiten bei ca. 20 Prozent aller werdenden Mütter durchgeführt. Zwar kann man mit verschiedenen Methoden, wie zum Beispiel einem Entspannungsbad oder auch verschiedenen Positionen, die Schmerzen der Geburt lindern. Doch zu einer schmerzfreien Geburt führen diese Maßnahmen nicht. Nur eine PDA kann eine schmerzfreie Geburt gewährleisten. Dabei wird die Bewegung jedoch nicht eingeschränkt, wie es etwa bei der Spinalanästhesie der Fall ist. Die Gebärende kann sich also auch mit der PDA weiterhin frei bewegen.

Wie wird eine PDA bei einer schwangeren Frau gelegt?

Die PDA wird im Liegen in Seitenlage oder auch im Sitzen durchgeführt. Der Rücken muss dafür gekrümmt werden. Nach der Desinfektion wird die Haut mit einem leichten Betäubungsmittel örtlich betäubt, sodass der Einstich selbst nicht spürbar ist.

Der Einstich erfolgt zwischen dem zweiten und dritten oder zwischen dem dritten und vierten Lendenwirbel. Die Nadel, die für die Betäubung verwendet wird, ist speziell geformt und sehr fein. Mit ihr wird in den Rückenmarkskanal eingestochen. Sie muss bis in den Peridualraum vorgeschoben werden. Bei diesem Raum handelt es sich um den Zwischenraum zwischen den beiden äußeren Hüllen des Rückmarkskanals.

Damit der Anästhesist erkennt, wann er den Peridualraum erreicht hat, wird eine spezielle Technik verwendet. Dabei handelt es sich um die „loss-of-resistance“-Technik. Hierfür wird die Nadel mit einer mit Flüssigkeit gefüllten Spritze versehen. Während die Nadel nun eingestochen wird, versucht der Anästhesist ständig, kontrolliert die Flüssigkeit einzuspritzen. Ist hierbei ein Widerstand zu spüren, befindet sich die Nadel noch nicht im Peridualraum. Erst wenn das Einspritzen der Flüssigkeit widerstandslos möglich ist, ist die Nadel genau dort, wo sie hingehört. Nun kann das Betäubungsmittel verabreicht werden.

Wirkungsdauer einer PDA

Wie lange die PDA anhält ist von der Menge des verabreichten Mittels abhängig. Es verbleibt jedoch meist ein Katheter im Einstichkanal, sodass auch nach der Geburt noch Betäubungsmittel verabreicht werden können. Dies sorgt auch nach der Geburt für Schmerzfreiheit.

Risiken einer PDA

Viele Menschen fürchten die PDA. Denn schließlich handelt es sich um einen Einstich in die Wirbelsäule. Darum glauben die meisten Menschen, dass das Rückenmark verletzt werden könnte und die Folge eine Querschnittslähmung sein könnte. Dies ist jedoch überhaupt nicht möglich, denn das Rückenmark endet bereits im Bereich der unteren Rippe und kann somit nicht im Entferntesten verletzt werden. Es besteht jedoch das Risiko, dass Nerven verletzt werden können. Dies ist aber sehr selten, da die Nervenstränge seitlich verlaufen. Die PDA wird jedoch in die Mitte des Wirbelkanals gesetzt. Demnach ist das Risiko sehr gering.

PDA – Peridualanästhesie
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