Geburtseinleitung

Geburtseinleitung © www.BlickReflex.de / PIXELIO
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Im Idealfall stellen sich bei der Schwangeren rund um den errechneten Termin typische Anzeichen ein, die auf eine bevorstehende Entbindung des Babys hinweisen. Das sind zum Beispiel einsetzende Wehen, der Blasensprung (Fruchtblase) und das Öffnen des Muttermundes. Kommen die Wehen regelmäßig und öffnet sich der Muttermund, in der Regel zwischen acht und zehn Zentimetern, dann steht einer natürlichen Geburt nichts mehr im Wege. Bei einigen Frauen stellen sich die Wehen jedoch nicht regelmäßig ein oder sie sind zu schwach. In diesen Fällen gibt es dann natürliche und künstliche Methoden der Geburtseinleitung.

Natürliche Methoden um eine Geburt einzuleiten

Die Methoden der natürlichen Geburtseinleitung werden in der Regel dann verwendet, wenn sich der Muttermund bereits ein wenig geöffnet hat und sich das Baby bereits in der richtigen Position, also mit dem Köpfchen im Becken der Mutter befindet. Bei diesen natürlichen Methoden zur Geburtseinleitung handelt es sich um einfache Tricks, mit denen die Schwangere die Wehentätigkeit auf natürliche Weise steigern kann. So kann die werdende Mutter beispielsweise spazieren gehen.

Durch die körperliche Anstrengung können Wehen ausgelöst oder verstärkt werden. Einen noch besseren Effekt können die Schwangere erzielen, wenn sie Treppensteigen oder bergauf gehen. Eine weitere natürliche Methode zur Geburtseinleitung ist die Stimulation der Brustwarzen. Hierbei reiben die Schwangeren ihre Brustwarzen kräftig für etwa eine Minute. Danach sollten sie einige Minuten pausieren und den Vorgang dann mehrfach, etwa eine halbe Stunde lang wiederholen.

Beschleunigung der Geburtseinleitung durch eine Bauchmassage

Auch eine Bauchmassage kann die Geburtseinleitung beschleunigen. Diese Methode kann bereits bis zu zwei Tage vor dem errechneten Termin angewendet werden. Die Bauchmassage lassen die Frauen am besten von ihrem Partner ausführen. Unterstützend können verschiedene ätherische Öle, zum Beispiel Nelke, Eisenkraut, Zimt oder Ingwer, zur Bauchmassage verwendet werden. Auch Kräuterteemischungen aus Zimt, Nelke und Ingwer können die Einleitung der Geburt erleichtern.

Geschlechtsverkehr zur Einleitung der Geburt

Ein weiteres Mittel, das auch Hebammen empfehlen, ist Geschlechtsverkehr. Die Kontraktionen der Gebärmutter während des Geschlechtsverkehrs können Wehen auslösen. Außerdem regen die im Sperma des Mannes enthaltenen Prostaglandine, wobei es sich um eine hormonähnliche Substanz handelt, die Wehentätigkeit an. Prostaglandine werden auch zu künstlichen Geburtseinleitung verwendet.

Die künstliche Geburtseinleitung

Eine künstliche Geburtseinleitung wird zum Beispiel nötig, wenn die Wehentätigkeit und die Öffnung des Muttermundes nicht auf natürliche Weise stattfinden. Die Prostaglandine werden dann als Gel oder in Tablettenform in die Nähe des Muttermundes verbracht. Dort fördern sie das „Reifen“, also die Öffnung des Muttermundes.

Öffnet sich der Muttermund, wird häufig noch ein so genannter Wehentropf angelegt, der die Wehentätigkeit erhöht. In dem Wehentropf ist das Hormon Oxytocin enthalten, welches die Wehentätigkeit anregt. Diese medikamentöse Geburtseinleitung wird vor allem dann angewendet, wenn eine Notsituation für das Kind besteht. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Herztöne des Kindes schlecht sind, wenn das Kind nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird oder wenn die Fruchtwassermenge zu gering ist.

Solche Komplikationen können bereits vor dem errechneten Geburtstermin auftreten. In diesen Fällen ist der Körper dann noch nicht auf die Geburt vorbereitet, sodass sie künstlich eingeleitet werden muss.

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