Newsticker

Schlafstörungen

Foto: Sonja Mahr / pixelio.de Foto: Sonja Mahr / pixelio.de

Viele Babys können am Abend nicht einschlafen oder werden in den Nächten wach. Oft leiden nicht nur die Babys unter Schlafstörungen, sondern auch Mama und Papa. Dies wirkt sich oft in Müdigkeit, Erschöpfung und Reizbarkeit aus. Nächtelanges schreien und ständiges Aufwachen ist keine Seltenheit bei Babys, die unter Schlafstörungen leiden, obwohl ein gesundes Maß an Aufwachphasen in der Regel normal ist. Kleine Kinder und Babys müssen lernen selber wieder in den Schlaf zu finden wenn Sie in der Nacht wach werden. Hierbei kann ein leichtes Trösten und Streicheln des Kopfes schon ausreichen. Holen Sie Ihr Kind nicht sofort auf seinem Bettchen, sondern beruhigen Sie es indem Sie beispielweise eine Spieluhr aufziehen oder reichen Sie das geliebte Schmusetier. Eltern-Ratgeber möchte Ihnen mögliche Ursachen für Schlafstörungen aufführen und Tipps zur Abhilfe geben.

[336]

Woran erkenne ich überhaupt eine Schlafstörung?

Wie erkennen Sie als Eltern, ob Ihr Baby unter Schlafstörungen leidet oder nicht. Es gibt einige deutliche Anzeichen, die auf wirkliche Schlafstörungen hinweisen. Zum einen spielt der Zeitraum in dem Ihr Kind nicht richtig schlafen will eine große Rolle.

Schlafunregelmäßigkeiten über längere Zeit deuten auf eine Schlafstörung hin. Ebenso wenn Ihr Baby nur kurze Zeit schläft und dann wieder aufwacht. Sind die Wachphasen in den Nächten länger als die Schlafphasen, liegen ebenfalls Schlafstörungen vor. Auch wenn ihr Kind nur auf dem Arm der Mutter einschlafen will. Permanentes Geschrei am Abend oder in der Nacht können auch Anzeichen für eine Störung sein.

Macht Ihr Kind einen krankenhaften Eindruck durch husten oder röcheln und wird deshalb oft wach in der Nacht, kann das ebenfalls ein Anzeichen darstellen, beispielsweise durch entzündete oder verengte Atemwege. Hier sollten Sie besonders schnell handeln und einen Arzt aufsuchen. Sicherlich gibt es noch viele weitere Anzeichen für Schlafstörungen, wichtig ist nur das Sie als Eltern die Ursachen herausfinden und möglichst schnell beheben.

Der Tagesrhythmus  – wichtig auch schon bei Babys

Eine der häufigsten Ursachen für Schlafstörungen wird von vielen Eltern selber, meist unbewusst, hervorgerufen. Der Tagesrhythmus der kleinen wird in vielen Fällen durcheinander gewürfelt und lässt so die Probleme beim Schlafen entstehen. Auch Babys und Kinder haben schon einen eigenen kleinen Tagesrhythmus.

Verschiedene Verhaltensphasen lassen daraufhin deuten wie müde oder munter Ihr Kind im Laufe eines Tages ist. Diese sollten Sie erkennen und richtig behandeln. Ist Ihr Kind müde, legen Sie es schlafen. So fördern Sie den eigenen kleinen Schlafrhythmus. Halten Sie es wach, wird es nach einiger Zeit zwar wieder munterer, jedoch kann ein Einschlafen später dann Probleme bereiten.

Das kommt daher, dass Ihr Kind die Müdigkeit überwunden hat, wieder wach ist und schwerer wieder Ruhe findet. Beispielweise wenn Sie zur üblichen Zeit des Mittagsschlafes unterwegs sind und Ihr Kind im Auto müde wird. Halten Sie es nicht wach sondern lassen Sie es einschlafen. Tun Sie dies nicht und versuchen es dann später Zuhause kann es zu Problemen kommen.

Trennungsangst auch im Schlaf

Für Babys sind bei Angst, Stress und Spannungen die ersten Bezugspersonen natürlich die eigenen Eltern. Dies ist ein ganz natürliches Bedürfnis in den ersten zehn Lebensjahren der Kinder. Tagsüber sind die kleinen es gewohnt das Mama und Papa immer da sind und in den Nächten kann daher eine Trennungsangst entstehen wenn Sie alleine in Ihrem Bettchen aufwachen. Die Folge ist, sie können nicht mehr einschlafen und fangen an zu weinen bis ein Elternteil zur Beruhigung kommt.

Tagsüber ist es deshalb sehr wichtig das Sie Ihrem Kind das Vertrauen geben das Sie als Eltern immer da sind wenn es Sie braucht. Spenden Sie Trost wenn Ihr Baby es verlangt. Intensive Streicheleinheiten und Zärtlichkeiten sind sehr wichtig. Gewöhnen Sie es nur langsam und spielerisch an das Dasein ohne Mama und Papa. Dies können Sie mit verschiedenen Methoden trainieren. Lassen Sie beispielsweise mal die Oma oder die Tante für ein paar Stunden aufpassen. Auch Versteckspiele können hierbei ein gutes Training bieten, damit Ihr Kind merkt das es ohne Mama und Papa gar keine Angst haben muss. Auch wenn es nur für eine kurze Zeit ist. Das kann man nach und nach weiter ausbauen.

Alternativ können Sie auch ein Stofftier oder eine anderes Spielzeug als Trostspender einsetzen, sollte Ihr Kind Ängste Spannungen verspüren. Fakt ist, hat Ihr Kind tagsüber die Angst vor Trennungen von den Eltern überwunden, lässt es sich in den Nächten auch viel entspannter ohne Ängste schlafen.

Auspowern ist nicht immer von Vorteil

Viele Eltern sind immer noch der Meinung wenn Sie Ihr Baby lang und intensiv wach halten, dann schlafen sie in den Nächten besser und erholsamer. Worte wie „lass die sich man ordentlich auspowern, dann schlafen die heute Nacht viel besser“ sind keine Seltenheit. Oft wird getobt, gekrabbelt und gespielt bis zur totalen Müdigkeit. Die ist aber alles andere als sinnvoll. Durch die erhöhten Anstrengungen der Kinder überwinden sie die Müdigkeit nur und werden teilweise noch wacher.

Normalerweise soll Ihr Kind in der Phase in der es müde wird auch zur Ruhe kommen. Diese Phase wird durch erhöhte Aktivität komplett übergangen und die Müdigkeit des Kindes hinten angestellt. Ein zur Ruhe kommen ist nun fast unmöglich. Übermüdung ist die Folge. Mit dieser Übermüdung wird Ihr Kind unruhig, fängt an zu quängeln oder zu weinen. Der Schlafhythmus der kleinen ist nun schon erheblich gestört und Schlafstörungen und Einschlafprobleme sind in vielen Fällen schon vorprogrammiert.

Bauchschmerzen lassen Babys nicht einschlafen

Viele Babys bekommen vor dem Schlafen noch die letzte Flasche Milch. Gerade Mütter die nicht selber stillen sollten hier besonders drauf achten. Die falsche Milch kann bei den Kleinen zu Bauchschmerzen und Blähungen führen, wenn sie nicht vertragen wird. Viele Mütter fragen sich warum Ihr Baby nur weint und nicht einschlafen kann.

Symptome wie unruhiges Verhalten, ein harter Bauch und häufige Blähungen treten hier zum Vorschein. Oft ist einfach nur die Milch daran schuld. Hier sollten Sie sich sicher sein welche Milch die richtige ist. Testen Sie mehrere  verschiedene Hersteller aus. Sprechen Sie in diese Fall auch mit Ihrem Kinderarzt darüber, vielleicht zeigt Ihr Baby auch eine allergische Reaktion auf eine bestimmte Sorte Milch.

Einschlafrituale für Babys

Um Ihr Baby besser einschlafen zu lassen und um Schlafstörungen vorzubeugen sind verschiedene Einschlafrituale sehr sinnvoll. Diese sollen den Tag für Ihr Baby entspannt und ruhig abschließen. Mit solch Ritualen können Sie Ihrem Kind am besten zeigen wann es Zeit ist zu Schlafen. Hier können Sie sich Ihr ganz eigenes Ritual ausdenken und anwenden. Dabei ist es wichtig dass Sie, wenn sie sich für eins entschieden haben, dieses auch immer gleich ablaufen lassen. Am besten jeden Tag um die gleiche Uhrzeit.

Durch diese Rituale lernen Babys auch ein Stück Vertrautheit. Sie kennen es und wissen genau, dass es zum normalen Tagesablauf dazugehört.  Einschlafrituale können über Gute Nacht Geschichten, Schlafliedern, beruhigenden Spielen bis zu Babymassagen, Buch angucken oder einfach nur ein spielerisches Anziehen des Schlafanzuges gehen.

Auch Räumlichkeiten, Bilder an den Wänden und Geschwisterchen können Sie mit einbeziehen. Beispielweise kann bei mehreren älteren Geschwistern jedem mit einem Küsschen „Gute Nacht“ gesagt werden. Auf jeden Fall sollte so ein Ritual immer ruhig und stressfrei ablaufen, um das Baby nicht wieder munter zu machen.

Guter Schlaf für Babys bedeutet oft guter Schlaf für die Eltern

Schlafen Ihre Babys gut und erholsam, werden Sie in den meisten Fällen auch gut schlafen, so viel steht fest. Auch Sie als Eltern benötigen ausreichend Schlaf um stressfrei in den Tag zu starten. Für Babys und Kinder ist richtiger Schlaf in jeder Entwicklungsphase besonders wichtig. Achten Sie deshalb besonders auf Tagesabläufe, Tagesrhythmen und Auffälligkeiten beim Schlafen Ihrer Kinder um Schlafstörungen zu vermeiden.

Unsere Tipps für um Einschlafprobleme und Schlafstörungen zu vermeiden:

  • Vermitteln Sie schon sehr früh Ihrem Kind das die Nacht zum Schlafen da ist, das heißt nachts nicht mit dem Spielen anfangen oder helles Licht anmachen.
  • Holen Sie Ihr Kind nicht sofort aus dem Bett wenn es in der Nacht wach wird und anfängt zu weinen. Beruhigen Sie es beispielsweise mit dem Schnuller.
  • Vermeiden Sie in den Nächten laute Geräusche, z.B. durch einen Fernseher.
  • Achten Sie auf feste Zeiten, gerade was den Mittagsschlaf betrifft. Dieser darf nicht zu spät gehalten werden.
  • Ihr Baby sollte lernen sich selber zu beruhigen, Händchen halten und streicheln hilft oftmals schon
  • Halten Sie Ihr Baby nicht krampfhaft wach wenn es zu einer falschen Zeit müder wird.
  • Vermeiden Sie kurz vor der Schlafenszeit Aufregung, Hektik und Lautstärke.
  • Gewöhnen Sie Ihr Kind gleich an einen festen Schlafplatz, am besten ist das eigene Kinderbett. ( nicht das Sofa oder das Elternbett )
  • Wiegen Sie Ihr Baby nicht in den Schlaf, sondern versuchen Sie es dazu zu bringen das es von alleine einschläft.
  • Versuchen Sie die Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad zu halten. Lüften Sie an wärmeren Tagen vor dem Schlafen noch einmal durch.
  • Führen Sie ein Schlafritual ein, haben Sie das passende Ritual gefunden, sollte dies immer gleich und ruhig ablaufen.
  • Wacht Ihr Baby wieder auf vermeiden Sie jegliche Lautstärke und Hektik.
  • Spielsachen im Bettchen verleiten zum Spielen und sollten entfernt werden
  • Verdunkeln Sie den Raum in dem Ihr Baby schläft mit einem Rollo oder einem Vorhang. Gerade im Sommer wenn es lange hell ist draußen.
  • Ziehen Sie Ihr Baby nicht zu warm oder zu kalt an. Dies vermeidet unnötiges aufwachen durch schwitzen oder frieren.
Schlafstörungen
4 (80%) 2 votes

Beliebte Suchbegriffe:

  • baby hält sich wach
  • baby hält sich selbst wach
  • baby hält sich krampfhaft wach
  • schlafstörungen seit baby da ist
  • baby lange aufwachphase
  • ständiges aufwachen in der nacht kleinkind
  • baby macht sich selber wach
  • baby aufwachphase
  • Schlafstörungen seit baby da
  • säugling hältsich künstlich wach

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*