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Plötzlicher Kindstod

Plötzlicher Kindstod. © Rosel Eckstein / pixelio.de Plötzlicher Kindstod. © Rosel Eckstein / pixelio.de

Das Schrecklichste, was jungen Eltern passieren kann, ist das Eintreten des plötzlichen Kindstods. Meist finden die Eltern ihr Kind leblos im Bettchen auf. Niemand vermag nachvollziehen können, was das für Eltern bedeutet.

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Definition plötzlicher Kindstod – was bedeutet das genau?

Ursachen für den plötzlichen Kindstod (auch plötzlicher Säuglingstod oder Krippentod genannt) können nicht eindeutig gefunden werden. Man spricht jedoch nur dann vom plötzlichen Kindstod, wenn jede natürliche bzw. unnatürliche Todesursache ausgeschlossen wird. Es handelt sich also um eine Ausschlussdiagnose, die vom Kinderarzt oder Pathologen durchgeführt wird.

Bei dieser Ausschlussdiagnose wird geklärt, ob Todesursachen wie Infektionen, Stoffwechselstörungen, Fehlbildungen, Unfälle oder Blutungen vorliegen. Bei diesem Verfahren werden auch die Umgebung des Säuglings und die medizinische Vorgeschichte untersucht, um wirklich feststellen zu können, dass keine konkreten Ursachen für den Tod des Säuglings verantwortlich sind.

Da beim plötzlichen Kindstod sämtliche natürlichen und nicht-natürlichen Todesursachen ausgeschlossen werden müssen, ist man auch heutzutage nicht in der Lage, eine konkrete Ursache zu benennen. Es kann also medizinisch nicht erklärt werden, warum der plötzliche Kindstod auftritt. Außerdem wird vermutet, dass der plötzliche Säuglingstod während der Schlafenszeit auftritt. Das heißt, dass der Säugling bzw. das Neugeborene während des Schlafes stirbt.

Kindstod – welche Risikofaktoren gibt es?

Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die den plötzlichen Kindstod beeinflussen. So erleiden zum Beispiel häufig Kinder von rauchenden Eltern den plötzlichen Säuglingstod. Auch die Schlafposition und eine Überwärmung des Säuglings können zum Kindstod führen. Des Weiteren sollte eine Überdeckung des Kindes während des Schlafes vermieden werden und auch die Luftzirkulation sollte ausreichend gegeben sein.

Neben Risikofaktoren gibt es auch bestimmte Risikogruppen, die häufig vom plötzlichen Kindstod betroffen sind. So ergaben Studien, dass vor allem Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht, vor allem Frühgeburten, vom plötzlichen Kindstod betroffen sein können.

Auch Kinder aus Mehrlingsgeburten oder mit vielen älteren Geschwistern sowie Kinder von sehr jungen Müttern gehören in diese Risikogruppen. Zu den gefährdeten Kindern gehören auch diejenigen, die während des Schlafes besonders stark schwitzen oder Säuglinge, die durch längere Atempausen während des Schlafes auffällig geworden sind. Auch Kinder, die während des Schlafes sehr blass sind oder deren Arme und Beine während des Schlafes blau anlaufen, sind besonders gefährdet.

Des Weiteren wird angenommen, dass Kinder, die bereits ein lebensbedrohliches Ereignis erlebten, vom plötzlichen Kindstod betroffen sein könnten.

Vorsorge gegen den plötzlichen Kindstod

Es gibt verschiedene Vorsorgemaßnahmen, die von den Eltern ergriffen werden können, um dem plötzlichen Kindstod so gut wie möglich entgegen zu wirken. So sollten in erster Linie die Risikofaktoren beseitigt werden. Das heißt, dass das Kind in einer möglichst rauchfreien Umgebung aufwachsen soll. Die Temperatur im Schlafzimmer sollte zwischen 16 und 18 Grad liegen. Außerdem sollte man auf zusätzliche Kissen, Decken, Nestchen und dergleichen verzichten. Das Kind sollte im Schlaf die Rückenlage einnehmen. Ebenfalls empfehlenswert ist es, wenn das Kind im ersten Lebensjahr im elterlichen Schlafzimmer schläft.

Der plötzliche Kindstod kann bei Säuglingen bis zu einem Jahr auftreten. Vereinzelte Fälle sind auch bei über Einjährigen aufgetreten. Vorhersehbar ist der plötzliche Kindstod jedoch nicht.

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