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Erstausstattung fürs Baby: Was ist wirklich nötig?

Im Internet finden sich zahlreiche Checklisten, die werdende Eltern darüber aufklären sollen, welche Dinge sie unbedingt vor der Geburt für ihr Baby anschaffen sollten. Leider sorgen diese Zusammenfassungen eher für Verwirrung, als dass sie eine wirkliche Hilfestellung bieten. Und tatsächlich: Viele der vorgeschlagenen Anschaffungen sind durchaus verzichtbar.

Erstausstattung fürs Baby: Was ist wirklich nötig? Erstausstattung fürs Baby: Was ist wirklich nötig? dinhnguyenungdung0 / Pixabay

Babybett, Wickelkommode und Co.: Diese Anschaffungen sind sinnvoll

Nehmen wir einmal diese Checkliste als Beispiel. Als Must-have führt sie beispielsweise einen Stubenwagen, eine Wiege oder ein Gitterbett auf. Speziell erstere zwei Anschaffungen sind jedoch in der Regel unnötig, da sich viele Babys in der Anfangszeit ohnehin schlecht ablegen lassen, zudem werden die Schlafgelegenheiten schnell zu klein. Beim Nachtschlaf schwören im Übrigen viele Eltern auf sogenannte Beistellbetten (z. B. von FabiMax), die seitlich am Elternbett befestigt werden und damit insbesondere stillenden Müttern die Nächte erleichtern – schließlich muss das Baby so nicht umständlich aus dem Gitterbett gehoben werden, wenn es Hunger bekommt.

Auch eine Wickelkommode ist verzichtbar, wenn das Budget knapp ist. Stattdessen können die baldigen Eltern einen Wickelaufsatz für bereits existierende Kommoden kaufen oder einfach selber bauen. Alternativ kommen eine Wickelauflage auf der Waschmaschine im Badezimmer oder aber preisgünstige klappbare Lösungen zum Wickeln infrage.

Die Anschaffung eines kompletten Babyzimmers ist hingegen in den ersten Lebensmonaten nicht zwingend notwendig. Oft wird das Zimmer ohnehin erst genutzt, wenn das Baby im Alter von etwa 6 Monaten mobiler wird und sich für sein Spielzeug interessiert. Ein weiteres Argument: Wenn Sie sich mit dem Kauf der Möbel Zeit lassen, können Sie einen größeren Geldbetrag hierfür ansparen. Einen Überblick über verschiedene Zimmerausstattungen in unterschiedlichen Preisklassen können Sie sich zum Beispiel hier bei moebel.de verschaffen. Unser Tipp: Entscheiden Sie sich am besten für ein größeres Kinderbett mit einer Länge von 1,40 m – die Schlafgelegenheit kann so mit passender Zusatzausstattung noch einige Jahre genutzt werden.

Überflüssig: Pflegeprodukte fürs Baby

In jedem Fall überflüssig sind jegliche pflegende Produkte für den neuen Erdenbürger. Lediglich eine gute Wundschutzcreme sollten Sie vorher anschaffen, um Ihrem Baby bei einem wunden Po Linderung zu verschaffen. Erste Wahl sind dabei Produkte der Naturkosmetik, da Babys Haut in den ersten Monaten noch sehr empfindlich ist. Aus diesem Grund sollten frischgebackene Eltern auch auf Pflegecremes für die Haut, Shampoos und Badezusätze verzichten, und selbst Feuchttücher sollten anfangs besser nicht zum Einsatz kommen. Eine Reinigung mit Wasser ist vollkommen ausreichend, und als Badezusatz hat sich ein Schuss abgepumpter oder ausgestrichener Muttermilch bewährt.

Übrige Babyausstattung: ein kleiner Überblick

Zuletzt möchten wir noch zusammenfassen, wie nützlich oder unnütz andere übliche Vorschläge von Ausstattungslisten sind.

  • Schlafen: Aus Sicherheitsgründen sind hier Schlafsäcke unbedingt Bettdecken vorzuziehen. Schaffen Sie für die erste Zeit am besten zwei Modelle in der kleinsten Größe an.
  • Unterwegs: Für Autobesitzer ist eine Babyschale Pflicht, daneben ist für unterwegs der Kauf eines Kinderwagens und/oder einer Tragemöglichkeit sinnvoll. Eine teure Wickeltasche brauchen Sie nicht anschaffen, wenn Sie bereits eine große Handtasche mit praktischer Innenaufteilung besitzen.
  • Hygiene: Wer ein geeignetes Waschbecken besitzt, benötigt nicht zwingend eine spezielle Babybadewanne. Kein Muss sind ebenso süße Kapuzenhandtücher, die auch durch herkömmliche weiche Handtücher aus Frotteestoff ersetzt werden können. Hingegen gehört ein Babythermometer mit abgerundeter Spitze und schneller Messzeit unbedingt zur Erstausstattung. Speziell bei Winterbabys raten wir zur Anbringung eines Heizstrahlers für den Wickelplatz.
  • Ernährung: Ein Muss für stillende Mamas sind 2 bis 3 gut sitzende Still-BHs ohne störende Bügel sowie jede Menge Stilleinlagen. Nicht im Voraus anschaffen muss man Fläschchen, Säuglingsnahrung, Flaschenbürste und Co., wenn man vorhat, sein Baby zu stillen. Notfalls lassen sich diese Dinge schnell besorgen.
  • Kleidung/Textilien: Hier können Sie sich bei Kleidungsstücken und Menge gern an Checklisten orientieren. Wird Ihnen beim Ultraschall ein kleines Baby vorausgesagt, so schaffen Sie unbedingt auch einige Teile in der Größe 50 an. Ansonsten liegen Sie mit der Größe 56 in der Anfangszeit meist goldrichtig. Vergessen Sie außerdem nicht, im Vorfeld einige große Spucktücher von hoher Qualität zu besorgen. Die nützlichen Textilien können neben ihrem eigentlichen Zweck etwa als Unterlage im Kinderwagen oder als Sichtschutz beim Stillen verwendet werden.

Vergessen Sie nicht: Eltern und vor allem die Babys selbst haben höchst unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche. Die vorherigen Schilderungen sollen daher nur als Hilfestellung für die Entscheidungsfindung dienen.

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