Abstillen

Abstillen. Foto: Helene Souza / pixelio.de
Abstillen. Foto: Helene Souza / pixelio.de

Frisch gebackene Mütter, die nach der Geburt nun endlich ihr gesundes Baby in den Armen halten, entscheiden sich meist ganz bewusst für das Stillen. Das Stillen eines Babys ist nicht nur die natürlichste Art der Ernährung für Neugeborene, sondern auch die gesündeste. Zudem festigt das Stillen die Verbindung zwischen Mutter und Kind.

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Muttermilch für eine gute Entwicklung des Babys

Die Muttermilch enthält viele wichtige Inhaltsstoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Enzyme, die genau auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt sind. Außerdem liefert Muttermilch wertvolle ungesättigte Fettsäuren, die der Körper des Babys selbst nicht bilden kann. Die ungesättigten Fettsäuren sind unter anderem wichtig für die Entwicklung des Gehirns.

Die Muttermilch liefert dem Baby also alle wichtigen Nährstoffe, die der gesunden Entwicklung des Kindes zuträglich sind. Sie stärkt das Abwehrsystem und schützt vor Allergien. Übrigens ändert die Muttermilch ihre Zusammensetzung auch während der Stillzeit bis zum Abstillen und während eines Stillvorgangs. So ist zum Beispiel der Fettanteil in der Muttermilch zum Ende des Stillvorgangs höher als zum Beginn.

Dauer des Stillens

Wie lange gestillt wird, entscheiden Mutter und Kind stets selbst. Empfohlen wird ein Stillzeitraum von sechs Monaten. Wenn Mutter und Baby sich jedoch auch danach noch mit dem Stillen wohlfühlen, kann auch länger gestillt werden. Irgendwann ist jedoch der Zeitpunkt zum Abstillen, der so genannten Ablaktation, gekommen. Im Idealfall bestimmt der Säugling selbst, wann dieser Zeitpunkt gekommen ist. Wenn sich das Baby mehr als drei Tage abwendet, wenn ihm die Brust angeboten wird, „erklärt“ das Kind damit den Stillzeitraum für beendet.

Vorgang des Abstillens

Das Abstillen sollte dann so sanft wie möglich vonstatten gehen. Das bedeutet, dass die Mutter möglichst langsam mit dem Abstillen beginnen sollte. In der Regel werden dann, nach und nach, die Stillmahlzeiten durch andere Mahlzeiten ersetzt. Somit kann sich das Abstillen über einen Zeitraum von mehreren Wochen erstrecken. Mit der sinkenden „Nachfrage“ reduziert sich bei der Mutter in der Regel auch die Produktion der Muttermilch von ganz allein.

Hemmung der Muttermilchproduktion

Das Abstillen bzw. die Produktion von Muttermilch kann von der Mutter unterstützt werden. Verschiedene Teesorten, wie zum Pfefferminze oder Salbei, hemmen die Produktion von Muttermilch. Zudem kann auch die verminderte Aufnahme von Flüssigkeit die Muttermilchproduktion hemmen.

Faktoren für ein vorzeitiges Abstillen

Das langsame Abstillen nach einer sechsmonatigen Stillzeit wird als ideal für Mutter und Kind angesehen. Allerdings gibt es auch Faktoren, die ein vorzeitiges Abstillen notwendig machen. So können zum Beispiel gesundheitliche Probleme bei der Mutter dazu führen, dass sie früher abstillen muss. Andere Frauen wiederum möchten bewusst früher abstillen, damit sich ihr natürlicher Zyklus wieder reguliert. Dies geschieht meist dann, wenn die Mutter beabsichtigt, erneut schwanger zu werden.

Das abrupte Abstillen kann jedoch zu Komplikationen führen, zum Beispiel zu einem Milchstau. Ist eine abrupte Ablaktation jedoch unbedingt notwendig, dann gibt es beim Arzt Tabletten, die das Abstillen unterstützen. Allerdings nehmen Mütter ihrem Kind durch das schlagartige Verweigern der Muttermilch die Möglichkeit, sich langsam auf die neue, ungewohnte Form der Nahrungsaufnahme einzustellen.

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